Warum vermögensverwaltende Investmentfonds?


Ein Artikel von Ottmar Beck (Alltrust AG)

Die meisten Fonds lehnen ihr Portfolio an einen Vergleichsmaßstab an. Durch Über- bzw. Untergewichten einzelner Titel versucht der Verwalter, eine Überrendite zu erzielen.

Daher bewegen sich solche Fonds immer in einer starken Abhängigkeit von dem vorher festgelegten Vergleichsmaßstab.

Anders ist es bei vermögensverwaltenden Fonds. Auch wenn sie zur Orientierung des Kunden oft einen Vergleichsmaßstab haben, investieren sie losgelöst von diesem. Ein vermögensverwaltender Fonds versucht, den Aktienanteil in einer Phase steigender Kurse deutlich zu erhöhen, um dann bei sinkenden Kursen den Renten- oder Geldmarktanteil deutlich hochzufahren. Eine andere Art von vermögensverwaltenden Fonds nutzt nicht Timing bzw. Entscheidungen aus dem Bauch heraus, sondern setzt auf eine überprüfbare Systematik, um die Gelder der Anleger erfolgreich anzulegen. Allen vermögensverwaltenden Fonds ist jedoch eines gemeinsam: Sie verteilen ihre Investitionen auf viele Titel, auf verschiedene Märkte und Währungen.

Mit dieser Anlageform profitieren Anleger von einer umfassenden Vermögensverwaltung, zu der sie selbst aus Zeitmangel oder zu geringem Wissen keinen Zugang hätten. Darüber hinaus bieten die Fonds dem Anleger eine Expertise, die sonst nur Vermögensverwaltungsmandaten von Anlegern mit sehr großen Vermögen vorbehalten ist. Wie bei allen Fonds verschafft die staatliche Kontrolle Transparenz und Anleger wissen stets, wie sich der Fonds entwickelt und mit welchen Gebühren sie belastet werden. Factsheets, Pros­pekte und Jahresberichte, die gesetzlich verpflichtend sind, informieren die Anleger regelmäßig. Transparenz gibt es auch bei der Preisermittlung. Die Rückgabe der Anteile erfolgt auf Basis der Börsenschlusskurse des Abrechnungstages. So wird sichergestellt, dass niemand einen Informationsvorsprung hat und damit werden sowohl die Interessen bestehender Anleger als auch diejenigen von Neueinsteigern gewahrt.

Das Ziel eines vermögensverwaltenden Fonds ist, in guten Börsenzeiten eine ordentliche Performance zu erwirtschaften und in Zeiten schwacher Aktienmärkte die Anleger vor größeren Kursverlusten zu bewahren. Über längere Zeiträume sollte der vermögensverwaltende Fonds überzeugen, obwohl es Zeiträume geben wird, in denen die Anleger deutlich höhere Gewinne erzielen können als bei reinen Aktienfonds. Dafür sollten ihnen größere Verluste erspart bleiben, da der Verwalter durch Diversifikation das Risiko vermindern kann. Allerdings brauchen vermögensverwaltende Fonds für Anlagestrategien mit namhaften Aktienquoten Anleger, die bereit sind, Schwankungen im Fonds­preis von bis zu 15 % in Kauf zu nehmen, um negative Kursveränderungen abzufedern.

Woher soll nun der Anleger die Gewissheit nehmen, dass sich der gekaufte Fonds gut entwickelt? Viele Anleger haben die Erfahrung gemacht, dass sich ihr Fonds längst nicht so gut macht, wie der Blick auf die Vergangenheit dies verhieß. Dieses Risiko lässt sich leider nie ganz ausschalten, aber es gibt Möglichkeiten, es klein zu halten. Daher sollten Sie folgende Punkte prüfen:

1. Existiert der Fonds schon länger als drei Jahre?

2. Hat der Fondsmanager nicht gewechselt?

3. Wird die Anlagestrategie konstant eingehalten?

4. Kann die Strategie des Fonds auch noch bei der bestehenden Größe umgesetzt werden (siehe den Artikel „Größe ist der Feind der Performance“)?

5. Haben Sie mindestens zwei Fonds gekauft, also selbst diversifiziert?

Trotzdem bleibt das Wichtigste bei einem vermögensverwaltenden Fonds das Vertrauen in den Fondsmanager. Denn in der Regel sieht der Anleger das Ergebnis der Strategie erst, wenn der Fondsmanager berichtet. In den meisten Fällen kann der Käufer auch kaum beurteilen, wie sein Fondsmanager die Zukunft einschätzt und wie er auf aktuelle Situationen reagiert. Deswegen ist es wichtig, einen Fonds auszusuchen, der seine Anleger regelmäßig und gut informiert sowie eine Strategie verfolgt, die transparent ist und es dem Anleger ermöglicht, die Funktionsweise des Fonds einzuschätzen.

Mehr Informationen?

Haben Sie Interesse? –

Sie können bei Herrn Robert Burlon unter der Telefon-Nr.: 922 57 54 96 Näheres erfahren.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.