Warnung vor verunreinigtem Sonnenblumenöl


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Aus der Ukraine stammendes Speiseöl weist Spuren von Mineralöl auf

Die Nachricht, dass verunreinigtes Sonnenblumenöl aus der Ukraine in mehrere EU-Länder, darunter auch Spanien, gelangt war, sorgte hierzulande für große Unruhe. Grund war nicht zuletzt die Tatsache, dass das spanische Gesundheitsministerium eine der drastischs­ten Vorsichtsmaßnahmen ergriff und den vorläufigen Verkaufsstopp des Speiseöls anordnete.

Madrid – Obwohl Gesundheitsminister Bernat Soria fast im selben Atemzug versicherte, dass keine ernsthaften Gesundheitsschäden zu befürchten seien – die Verunreinigung durch Mineralöl liege sechs Mal unter dem Wert, der gerade noch tolerierbar ist -, wurden die Verbraucher angehalten, vorerst kein Sonnenblumenöl zu kaufen. Die Flaschen, die man womöglich zu Hause noch vorrätig hat, sollten vorerst nicht verbraucht werden, bis genau feststehe, welche Marken von der Verunreinigung betroffen seinen.

Erst am 18. April, vier Tage nach der ersten Warnung, wurde eingelenkt. Inzwischen gebe es eine Liste der möglicherweise betroffenen Marken. Demnach sind 200 der insgesamt 800 in Spanien erhältlichen Sonnenblumenöl-Marken unbedenklich. Bei den übrigen 600 Marken kann bislang noch keine Garantie gegeben werden. Soria betonte in diesem Zusammenhang jedoch erneut, dass selbst die betroffenen Öle keine wirkliche Gefahr für die Gesundheit darstellen. Wer wolle, könne ihm seine vorrätigen Flaschen bringen, er werde sie dann vor aller Augen zu sich nehmen, versicherte der Minister.

Die endgültige Feststellung, welche Marken betroffen sind und in welchem Umfang, kann noch Wochen dauern. Zur Vorbeugung sollten also nur Öle der garantiert nicht verunreinigten Marken konsumiert werden.

Nach derzeitigem Stand wird davon ausgegangen, dass etwa 150 Tonnen des in der Ukraine mit Mineralöl verunreinigten Sonnenblumenöls nach Spanien gelangt sein könnten. Weitere betroffene Länder sind Frankreich, Holland und Italien.




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