„Vorsicht, britische Touristen in Sicht“


Spanische Medien berichteten über „Bild“-Liste der wegen britischer Touristen besser zu meidenden Ferienorte

Briten sollten die deutschen Urlauber während der Ferien besser meiden. Das in etwa ist die Botschaft, die das deutsche Boulevard-Blatt „Bild“ Anfang Juni seinen Lesern mit der Veröffentlichung einer Lis­te der Ferienorte vermittelte, die wegen der mehrheitlichen Präsenz britischer Touristen besser zu meiden seien.

Madrid – „Bild“ veröffentlichte diese Liste als Reaktion auf die Anzeige eines britischen Touris­ten. David Barnish hatte sich bei seiner Reiseagentur beschwert, dass er in einem Ferienort in Griechenland landete, der „voller Deutscher“ war.

Der 47-Jährige begründete seine Beschwerde dahingehend, dass sämtliche Freizeit­aktivitäten auf das deutsche Publikum zugeschnitten gewesen seien, sprich in deutscher Sprache und nach deutschen Vorzügen stattfanden, er also nichts davon gehabt habe. Nach einigem Hin und Her entschädigte ihn die Reiseagentur mit fast 1.000 Euro.

Nachdem Bild daraufhin eine Liste der sogenannten „Schwarzen Punkte“, also wegen übermäßig vieler Briten besser zu meidende Ferienorte, veröffentlichte, erfuhren auch die spanischen Medien von dem Konflikt und berichteten lang und breit über das seltsame Gebaren der beiden Länder.

Natürlich erfuhren die spanischen Leser in diesem Zusammenhang auch, dass sich ein Großteil dieser „Schwar-zen Punkte“ an der spanischen Küste befinden. Unter anderem empfahl Bild nämlich, Orte wie Bahía de Palma de Mallorca, San Antonio auf Ibiza und Playa de las Américas auf Teneriffa besser nicht zu besuchen.




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