„Violette Punkte“ in Nachtlokalen

Der Präsident des Verbands der Freizeit- und Unterhaltungsunternehmen „España de Noche“, Ramón Mas Espinalt, die Präsidentin der Gilde der Nachtclubs von Barcelona, Gemma Ginesta (M.), und die Ministerin für Gleichstellung, Irene Montero (r.), bei der Vorstellung der Initiative gegen sexuelle Aggressionen. Foto: España de noche

Der Präsident des Verbands der Freizeit- und Unterhaltungsunternehmen „España de Noche“, Ramón Mas Espinalt, die Präsidentin der Gilde der Nachtclubs von Barcelona, Gemma Ginesta (M.), und die Ministerin für Gleichstellung, Irene Montero (r.), bei der Vorstellung der Initiative gegen sexuelle Aggressionen. Foto: España de noche

Frauen sollen sich sicher und geschützt fühlen

Madrid – Die Farbe violett ist ein Symbol. Sie steht für die Gleichberechtigung und die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft. Die Sensibilisierung gegen die geschlechtsspezifische Gewalt findet auf allen Ebenen statt. Es wird in Schulen darüber gesprochen, Plakate werden in Apotheken angebracht, und jetzt tragen die Nachtclubs auch ihren Teil zur Lösung dieses Problems bei. Die Ministerin für Gleichstellung, Irene Montero (Unidas Podemos), hat mit dem nationalen Verband der Freizeit- und Unterhaltungsunternehmen „España de Noche“, eine Kampagne zur Bekämpfung der geschlechtsspezifischen Gewalt in diesen Einrichtungen ausgearbeitet.

Ministerin Montero stellte die Initiative gemeinsam mit dem Präsidenten des nationalen Verbands der Freizeit- und Unterhaltungsunternehmen „España de Noche“, Ramón Mas Espinalt, und der Präsidentin der Gilde der Nachtclubs von Barcelona, Gemma Ginesta, vor.

Die Zusammenarbeit wird in Form einer Informationskampagne stattfinden. In den Nachtlokalen wird es künftig „violette Punkte“ geben, die den Ort als sicher für Frauen kennzeichnen. Montero wies darauf hin, dass die Toiletten von Nachtclubs ein guter Ort seien, um die „violetten Punkte“ zu platzieren, einschließlich eines QR-Codes, der grundlegende Informationen darüber bietet, wie man sich im Falle einer sexuellen Aggression verhält, oder wie man einem Opfer helfen kann. Espinalt wies darauf hin, dass es an der Zeit sei, sich aktiv am gemeinsamen Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu beteiligen. Er verpflichtete „alle Personen, die sich in den Lokalen befinden, die, die Anzeichen von belästigendem oder respektlosem Verhalten zeigen, zu verwarnen und versteckte Bereiche, welche die Belästigung von Benutzern erleichtern, zu überprüfen“. Ferner werden Online-Schulungen für die Beschäftigten der Lokale organisiert, damit sie lernen, wie sie die verschiedenen Arten von sexueller Aggression und Belästigung erkennen können. Ginesta verpflichtete sich ihrerseits, an allen Arten von Initiativen zur Sensibilisierung und der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen teilzunehmen und deren Umsetzung zu unterstützen.

Diese Initiative kommt zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, da allein in Katalonien derzeit 14 Anzeigen wegen chemischer Betäubung in Nachtlokalen untersucht werden. Bei den Opfern handelt es sich um Frauen, die einen Stich verspürt haben und danach betäubt und fast bewusstlos waren. Es gibt in keinem dieser Fälle jedoch Beweise dafür, dass die Opfer sexuell missbraucht oder etwa ausgeraubt wurden. Es ist ebenfalls noch nicht geklärt, ob sie unter Drogen gesetzt worden sind, da bei den ärztlichen Untersuchungen keine gefährlichen Substanzen vorgefunden wurden. In allen Fällen handelt es sich um Aggressionen, die ausschließlich Frauen betreffen.

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