Verleihung der Prinz-von-Asturien-Preise 2005


© EFE

Alonso in der Heimat von 20.000 bejubelt

Wie jeden Herbst seit 25 Jahren fand auch in diesem Jahr wieder im nordspanischen Oviedo die feierliche Verleihungsgala der Prinz-von-Asturien-Preise statt. Angesichts des besonderen Jubiläums der spanischen „Nobelpreise“ war die Stimmung in der asturischen Hauptstadt schon im Vorfeld besonders spannungsgeladen.

Oviedo – Das bekam auch Kronprinz Felipe de Borbón zu spüren, der als Schirmherr der Auszeichnungen bereits einen Tag vor der Verleihung, am 20. Oktober, angereist war und von zahlreichen Schaulustigen begrüßt wurde. Da seine hochschwangere Ehefrau Doña Letizia auf ärztlichen Rat hin nicht nach Oviedo reisen konnte, wurde der spanische Thronfolger von seiner Mutter Königin Sofía begleitet.

Die Prinz-von-Asturien-Preise haben im Laufe der Jahrzehnte stetig an Ansehen gewonnen und werden inzwischen auch auf internationaler Ebene immer aufmerksamer verfolgt. Sie werden in acht Kategorien verliehen.

Gemäß der Tradition fand die Preisübergabe auch in diesem Jahr wieder im Campoamor-Theater in Oviedo statt. Bei seiner Eröffnungsrede gab Kronprinz Felipe einen ausführlichen Rückblick auf die 25-jährige Geschichte der Auszeichnungen, widmete sich jedoch auch der Aktualität des politischen Geschehens. So plädierte er im Hinblick auf die Debatte um die Autonomiebestrebungen einzelner spanischer Regionen für die Wahrung der konstitutionellen Werte als einzig effektiven Weg zum Erhalt der Einheit Spaniens.

Ausgezeichnet wurden

in diesem Jahr:

– die brasilianische Schriftstellerin Nélida Rojo in der Kategorie Literatur

– Simone Veil, erste Präsidentin des Europa-Parlaments, in der Kategorie Internationale Zusammenarbeit

– verschiedene europäische Kulturinstitute, darunter auch das deutsche Goethe Institut, in der Kategorie Kommunikation

– der italienische Politologe Giovanni Sartori in der Kategorie Sozialwissenschaften

– der portugiesische Wissenschaftler Antonio Damasio in der Kategorie Forschung

– der Nonnenorden Hijas de la Caridad de San Vicente Paul in der Kategorie Völkerverständigung

– die Tänzerinnen Maya Pliesteskaya und Tamara Rojo in der Kategorie Kunst

– und natürlich Spaniens neuer Liebling, Formel 1-Rennfahrer Fernando Alonso in der Kategorie Sport.

Der jüngste Formel 1-Weltmeister aller Zeiten ließ sich jetzt auch zu Hause feiern. Am 22. Oktober, einen Tag nachdem ihm Kronprinz Felipe den Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Sport überreicht hatte, wurde Fernando Alonso in seiner Heimatstadt Oviedo von über 20.000 Fans bejubelt. Der überwältigte Star bedankte sich gerührt und bat seine Anhänger auch für die Zukunft: „Bitte, lasst mich nie alleine!“




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.