Verfrühte Hitzewelle

Selfie vor der Temperaturanzeige an 12. Juni in Córdoba Foto: EFE

Selfie vor der Temperaturanzeige an 12. Juni in Córdoba Foto: EFE

Auch 2021 war heiß und trocken, mit ungewöhnlich hohen Temperaturen im Sommer wie im Winter

Madrid – Die erste Hitzewelle dieses Sommers hat das Thermometer in weiten Teilen Spaniens auf über 40 Grad steigen lassen. Von den schweißtreibenden Temperaturrekorden blieben lediglich die Kanarischen Inseln und das nordspanische Asturien verschont. Schlagzeilen machte die extreme Wetterlage Anfang Juni aber nicht nur wegen der täglich neuen Höchstwerte, sondern auch, weil es die seit Anfang der Aufzeichnungen früheste Hitzewelle im Kalender war (zusammen mit einem ähnlichen Phänomen im Jahr 1981). Rubén del Campo, Sprecher des Staatlichen Wetterdienstes Aemet bestätigte außerdem, dass es sich um die heftigste Hitzeepisode der letzten 20 Jahre handelt.

Hitzewelle im August 2021 war die extremste

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Hitzewellen, sowohl im Sommer als auch im Winter. Im Jahresbericht des Staatlichen Wetterdienstes ist vermerkt, dass die Hitzewelle im August 2021 die intensivste seit Beginn der Aufzeichnungen, also seit 1975, gewesen ist. Sie war nicht nur die schlimmste in Bezug auf die Temperaturen, sondern auch die drittschlimmste, was ihre Ausdehnung betrifft, da 36 von 50 spanischen Provinzen betroffen waren. Zwischen dem 11. und dem 16. August 2021 wurde die höchste jemals in Spanien gemessene Temperatur erreicht: 47,4 Grad am 14. August 2021 in Montoro, Córdoba. Im Bericht des Aemet wird darauf hingewiesen, dass im vergangenen Jahr die ungewöhnlich hohen Temperaturen nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter auftraten. In der zweiten Januarhälfte stiegen die Temperaturen auf fast 30 Grad, etwas das noch nie zuvor im Januar vorgekommen ist.

2021 war ein sehr warmes Jahr, mit einer Durchschnittstemperatur von 14,3 Grad, 0,5 Grad über dem Normalwert. Es war ebenfalls sehr trocken, mit 11% weniger Niederschlag als üblich. Das Jahr war geprägt von steigenden Temperaturen und extremen Wetterereignissen, wie die heftigen Schneefälle des Sturmtiefs „Filomena“ im Januar und dem anschließenden Kälteeinbruch. Trotz Temperaturen von -26,5 Grad im Januar wurden im vergangenen Jahr keine Kälterekorde aufgestellt, dafür aber 13 Wärmerekorde im Verlauf des Jahres.

Auch dieses Jahr wird mit den bisherigen Winterhöchstwerten und dem wärmsten Tag im Mai seit Beginn der Aufzeichnungen wohl nicht hinter dem Vorjahr zurückbleiben.

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