Unterschiedliche Standpunkte der Regionalpräsidenten


Der offensichtliche Machtverlust der Partido Popular bei den vergangenen Regional- und Kommunalwahlen macht sich überall bemerkbar. Der Mangel an Selbstkritik des Parteichefs Mariano Rajoy hat bei einigen Regionalpräsidenten der Partei erheblichen Unwillen ausgelöst.

So kündigten Alberto Fabra, der Präsident der Region Valencia und Luisa Fernanda Rudí, die Regierungschefin von Aragonien, einschneidende Änderungen in der Parteispitze ihrer Region an. Juan Vicente Herrera, Noch-Präsident von Kastilien und León, hat Mariano Rajoy aufgefordert, in den Spiegel zu schauen, bevor er sich erneut um das Amt des Regierungspräsidenten bewirbt.

Andere dagegen scheinen den Misserfolg nicht mit der Arbeit und der Person Rajoys in Verbindung zu bringen, wie Alicia Sánchez Camacho, Chefin der PP in Katalonien, die Mariano Rajoy für den besten Kandidaten hält. José Ramón Bauzá, bisheriger Präsident der Balearen, hat angekündigt, einen außerordentlichen Kongress in seiner Region abzuhalten, und da werde er sich nicht zur Wiederwahl stellen. 

Und der PP-Präsident Andalusiens, Juan Manuel Moreno, in dessen Region die Bürgermeister in acht Großstädten die absolute Mehrheit verloren haben, erklärte wörtlich: „Wir regieren und verwalten gut, aber wir begeistern nicht…“

Arantxa Quiroga, Präsidentin der Partido Popular des Baskenlandes, ließ beim Treffen der Regionalpräsidenten wissen, dass Partei und Regierung von der Wählerschaft erneut einen Verweis erhalten haben, und nun müssten sie endlich in der Lage sein, zu reagieren.




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