Unternehmer fordern weitere Beschneidung der Arbeitnehmerrechte


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Mehr Flexibilität im Arbeitsrecht soll die Wirtschaft aus der Krise führen

Nachdem die jüngsten Reformen des Arbeitsrechtes bereits den Interessen der Unternehmer zugute kamen, forderte der Unternehmerverband CEOE dieser Tage weiterführende Maßnahmen zu Lasten der Arbeitnehmer.

Madrid – Der Verband leitete ein ganzes Maßnahmenpaket an die Regierung weiter, aus dem hervorgeht, dass der CEOE über das Arbeitsrecht den Weg aus der Wirschaftskrise zu finden sucht.

Ein Vorschlag des Verbandes sieht die Förderung der Teilzeitverträge vor. Die Unternehmer plädieren für einen Abbau der „Komplexität und Starrheit“ des aktuellen Vertragsrechts und wünschen sich eine flexiblere Gestaltung. Ginge es nach Verbandschef Joan Rosell, sollten die erlaubten Überstunden bei Teilzeitverträgen von 15% auf 30% angehoben werden. Außerdem fordert der CEOE eine Ausweitung der Firmenkompetenzen, um aus „wirtschaftlichen, technischen, organisatorischen oder produktionsbedingten Gründen“ eine Vollzeit- in eine Teilzeitanstellung umwandeln zu können. Entlassungen sollen verhindert und Arbeitsplätze erhalten werden, so begründet der CEOE seine Forderung. Die legale Umwandlung einer Vollzeit- in eine Teilzeitstelle nebst Anhebung der Überstunden würde die Flexibilität der Unternehmen enorm erhöhen.

Weiterhin setzt sich der Unternehmerverband für den Ausbau der Ausbildungsverträge ein. Mit einer Anhebung des maximalen Eintrittsalters des Auszubildenden von derzeit 25 auf 30 Jahre könnten Angestellte umgeschult werden, argumentiert der Verband, der bei solchen Arbeitsverhältnissen eine Lockerung des Kündigungsschutzes und eine Koppelung an den Mindestlohn fordert.

Insgesamt plädiert der CEOE für eine Koppelung des Gehalts – zumindest anteilig – an die wirtschaftliche Lage und die Gewinne des jeweiligen Unternehmens. Weiterhin setzt sich der Verband für die Vereinfachung von Massenentlassungen, den Bürokratieabbau, die auf das komplette Arbeitsleben basierende Rentenberechnung und die Senkung der Mehrwertsteuer ein.




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