Ungeliebte Namen


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Domingo Fernández, Bürgermeister der Gemeinde Huercal bei Almeria von der Partido Popular, ist der Meinung, dass das städtische Theater nicht weiter den Namen des 1999 verstorbenen international bekannten spanischen Dichters Rafael Alberti tragen sollte.

Huercal – Seine Begründung: „Die Stadtverordneten haben sich damals dazu hinreißen lassen, dem Theater den Namen Albertis zu geben, aber nicht alles muss die Namen von Linken tragen.“ Der in Andalusien geborene Dichter war Mitglied der kommunistischen Partei. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Premio Cervantes, der höchsten literarischen Auszeichnung im spanischen Sprachraum. José María Aznar, Expräsident der PP, hatte ihn seinerzeit als brillantesten Dichter Spaniens bezeichnet. Auch in anderen Städten haben neu gewählte PP-Bürgermeister damit begonnen, die Namen von Straßen und Plätzen zu ändern, die „linksdenkenden“ Persönlichkeiten gewidmet waren, wie Pablo Iglesias (Begründer der sozialistischen Partei), Pablo Neruda (chilenischer Dichter und Freiheitskämpfer) oder Enrique Tierno Galvan, charismatischer sozialistischer Bürgermeister von Madrid, um nur einige Beispiele zu nennen. Über den neuen Namen für das Theater in Huercal soll eine Einwohnerbefragung durchgeführt werden.




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