Ungeliebte Bilder


Entfernung der Portraits ehemaliger Präsidenten gefordert

Die Fraktion von Ciudadanos im Regionalparlament von Madrid hat die Entfernung von zwei Portraits aus der Galerie ehemaliger Präsidenten des Regionalparlaments gefordert.

Ramón Espinar Gallego von der PSOE und Jesús Pedroche von Partido Popular sind angeklagt, sich auf illegale Weise bereichert zu haben. Beide Politiker saßen im Aufsichtsrat der Caja Madrid und verfügten über die vielzitierten „schwarzen Kreditkarten“, von denen sie reichlich Gebrauch gemacht haben. Espinar Gallego, Parlamentspräsident von 1983 bis 1987, soll die Kreditkarte mit 178.000 Euro in Geschäften und an Geldautomaten belastet haben. Dafür hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre Haft sowie Berufsverbot beantragt. Jesús Pedroche, Parlamentspräsident von 1999 bis 2003, hat mit der schwarzen Kreditkarte 132.193 Euro ausgegeben für Möbel, Beleuchtung, Schneiderrechnungen etc. Außerdem werden ihm Buchführungsfälschungen vorgeworfen. Partido Popular hat sich gegen die Entfernung der Bilder ausgesprochen, weil beide Ex-Parlamentspräsidenten noch nicht rechtskräftig verurteilt sind. „Wir sind hier, um zu arbeiten und nicht um Bilder umzuhängen“, lautet der Kommentar der Partei.




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