Umfrage: PP weiter stärkste Kraft


Die Arbeit der Minder­heitsregierung unter Mariano Rajoy wird von den Bürgern, laut Metroscopia-Umfrage, sehr kritisch gesehen. Foto: EFE

Trotz schlechter Bewertung im Umgang mit der Korruption liegt die PP des Ministerpräsidenten Mariano Rajoy vorn

Madrid – Wenn im März Neuwahlen abgehalten worden wären, läge die konservative Partido Popular (PP) von Mariano Rajoy mit 31,2% der Wählerstimmen weiterhin in Führung. Dies geht aus einer Umfrage hervor, welche das Meinungsforschungsinstitut Metroscopia für die überregionale Tageszeitung El País erstellt hat.

Die linksalternative Podemos konsolidiert sich in dieser Umfrage mit 21,5% als zweite Kraft im Land. Die internen Streitigkeiten der letzten Monate haben der Partei offenbar in der Wählergunst kaum geschadet. Die sozialistische PSOE befindet sich mitten in einer Führungskrise und dümpelt bei 19%. Dagegen haben sich die neoliberalen Ciudadanos auf 16,5% verbessert.

Gegenüber ihrem Wahlergebnis vom Juni 2016 haben die beiden ehemaligen großen Volksparteien weiter an Zustimmung verloren: Die PP um 2,1% und die PSOE um 3,6%. Podemos verbesserte sich geringfügig um 0,4%, und Ciudadanos konnten gegenüber dem Wahlergebnis von vor neun Monaten um rund 3,5% zulegen.

Unter den Wählern der PP bewerten 63% den Umgang dieser Partei mit den Folgen der Krise positiv, und 56% sehen die Handhabung des Problems der Arbeitslosigkeit als adäquat an. Dagegen gibt es klare Kritik für Rajoy und seine Regierungsmannschaft bezüglich der drei großen Herausforderungen der Zeit: 49% der PP-Wähler sind unzufrieden mit den Reaktionen auf die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens, 77% mit der Flüchtlingspolitik, und sehr groß ist mit 89% das Missfallen über den Umgang mit der Korruption in den eigenen Reihen.

Allgemein schätzen die Befragten die politische Lage in Spanien zu 82% als schlecht und zu 11% als gut ein. Die Arbeit der Regierung kritisieren 70% gegenüber 29%, die sich damit einverstanden zeigen.




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