Ufos: Nicht außerirdisch, sondern moderne Mythen

Aus Sicht des Ufologen Vicente-Juan Ballester haben die durch die USA veröffentlichten Bilder wenig Aussagekraft. Foto: EFE

Aus Sicht des Ufologen Vicente-Juan Ballester haben die durch die USA veröffentlichten Bilder wenig Aussagekraft. Foto: EFE

Der spanische Ufologe Vicente-Juan Ballester untersuchte 122 Fälle möglicher unbekannter Flugobjekte

Madrid – Der 72-jährige Vicente-Juan Ballester Olmos erforscht seit 50 Jahren Berichte über unbekannte Flugobjekte. Darüber hat er elf Bücher und Hunderte von Artikeln geschrieben und zahlreiche Fälle in aller Welt analysiert. Im Laufe vieler Jahre hat sich seine Meinung von „vielleicht gibt es Außerirdische“ zu einer unverrückbaren Skepsis und Reife in diesem Thema verändert, die Ergebnis seiner Forschungen sind. Er war die Person, die von der Spanischen Luftwaffe in den Neunzigerjahren berufen wurde, um 122 Fälle von möglichen unbekannten Flugobjekten zu analysieren und zu bewerten, die von 1962 bis 1995 in Spanien gesichtet worden waren. So klärte er beispielsweise die Berichte von „fliegenden Untertassen“, die zwischen 1976 und 1979 von Hunderten von Personen auf den Kanarischen Inseln gesehen und beschrieben worden waren.

Er konnte herausfinden, dass es sich um Raketen gehandelt hatte, die von einem Unterseeboot abgeschossen wurden, das sich mehr als 5.000 Kilometer entfernt von den Kanaren befand. Er konnte beweisen, dass während der Stunden, in denen die Beobachter die unheimlichen Lichter gesehen hatten, Manöver mit dem Abschuss von Raketen stattgefunden hatten und die Zeiten genau übereinstimmten. Diese Überprüfungen waren allerdings erst möglich geworden, nachdem die US-Regierung Geheimdokumente des Militärs freigegeben hatte. Von den 122 in Spanien registrierten Fällen konnten 114 auf diese oder ähnliche Weise plausibel erklärt werden. Die acht verbleibenden spanischen Fälle liegen so weit zurück, dass die notwendigen glaubwürdigen Informationen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Der Ufologe vertritt die Meinung, dass die diesbezüglichen Veröffentlichungen durch die amerikanische Regierung, die kürzlich durch die Presse gingen, äußerst ärmlich sind. Sie hätten vielleicht einen historischen Wert, doch sollten eher die Beobachtungen der Piloten und vor allem der hochmodernen Sensoren der neuesten Generation ausgewertet werden, welche die Flugzeuge an Bord haben. „Nach fast 70 Jahren der „Phänomenologie“ hat es keinen Beweis gegeben, dass die Ufos Besucher von Außerirdischen sind. Sie sind ganz einfach ein moderner Mythos“, versicherte Vicente-Juan Ballester Olmos anlässlich der Berichte aus den USA.

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