Über 46 Mio. Einwohner dank der Ausländer


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11% der Bevölkerung in Spanien stammen aus einem anderen Land

Spaniens Bevölkerung hat im vergangenen Jahr die 46 Millionen-Grenze überschritten. Das ist dem jüngsten Bericht des nationalen Statistik­amtes (Ine) zu entnehmen, der auf den 1. Januar dieses Jahres datiert ist und jetzt veröffentlicht wurde.

Madrid – Den Daten zufolge wurde im vergangenen Jahr der höchste Bevölkerungszuwachs seit 2004 verzeichnet. Im vergangenen Jahr stieg die Bevölkerungszahl in Spanien um genau 862.774 Personen, das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Dieser Zuwachs ist haupt­sächlich den Ausländern zu verdanken. Acht von zehn Neu-Residenten des vergangenen Jahres wurden nämlich nicht in Spanien geboren. Inzwischen leben insgesamt 5,22 Millionen Ausländer in Spanien. Das sind 11% der Gesamtbevölkerung. Im vergangenen Jahr stieg die nationale Bevölkerung in Spanien um 0,4%, während die Ausländer einen Zuwachs von 15% verzeichneten. Ein Großteil von ihnen stammt aus einem EU-Staat, wobei ein deutlicher Anstieg der Zuwanderer aus Bulgarien und vor allem Rumänien regis­triert wurde. Letztere sind inzwischen noch vor den Marokkanern die größte Ausländergruppe in Spanien.

Im Hinblick auf die Geschlechterverteilung hat sich 2007 nicht viel verändert, nur der Anteil der Männer, der 49,5% der Bevölkerung ausmacht, ist um 0,1% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Etwas anders verhält es sich bei der ausländischen Bevölkerungsgruppe, die nur zu 46,8% aus Frauen besteht.

Der größte Bevölkerungszuwachs hat sich mit 3,9% auf den Balearen ereignet, gefolgt von Castilla-La Mancha mit 3,1% und der autonomen Region Madrid (2,8%). Am Ende der Liste befinden sich hingegen die Regionen Galicien (0,4%), Asturien (0,4%) und Extremadura. Die meistbewohnte Region ist mit 8,17 Millionen Einwohnern weiterhin Andalusien.




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