Über 4.000 Senegalesen rückgeführt


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Frontex-Mission wird vorerst verlängert

Über 4.000 der Flüchtlinge, die in den letzten Monaten in primitiven Holzbooten aus dem Senegal die Küste der Kanarischen Inseln erreichten, seien inzwischen wieder in ihre Heimat abgeschoben worden.

Madrid/Kanarische Inseln – So teilte es Bernardino León, Staatssekretär für Auslandsfragen, am 15. Oktober in Madrid dem entsprechenden Ausschuss des Senats mit. Nach Angaben Leóns hat das Innenministerium wöchentlich etwa 15 Flüge gechartert, die die illegalen Einwanderer von den Kanaren zurück in den Senegal bringen. Sofern nichts Unerwartetes geschehe, würden diese Rückführungen vorerst beibehalten werden, so der Staatssekretär weiter.

In diesem Zusammenhang bat er auch um Verständnis dafür, dass die Abschiebungen mit größter Diskretion vonstatten gingen und lobte das „Verhalten“ des Senegal.

Die spanische Ministerin Magdalena Álvarez, die kürzlich Teneriffa besuchte, lobte die Arbeit der sozialistischen Regierung in Sachen Immigration, die erfolgreich Rückführungsabkommen mit verschiedenen afrikanischen Staaten ausgehandelt hat. „In unserem Bestreben, die Zahl der illegalen Einwanderer einzudämmen, haben wir Europa involviert und den Einsatz von Frontex erzielt, was hervorragende Ergebnisse erzielt“, sagte die Ministerin bei ihrem Besuch in Santa Cruz, wo sie sich mit den Mannschaften der Seerettungs- und Patrouillenschiffe Salvamar Alphard, Alpheratz und Punta Salinas unterhielt.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hat ihrerseits bestätigt, dass die Mission an der westafrikanischen Küste vorläufig nicht beendet werden, sondern „mindestens mehrere Wochen“ – womöglich sogar bis Jahresende – verlängert wird.

Die „Operation Hera II“ wurde am 11. August gestartet und sollte dieser Tage beendet sein. Im Rahmen der Frontex-Mission sind spanische, senegalesische, italienische und portugiesische Patrouillenschiffe unterwegs, um die „Cayucos“ abzufangen.

 Auf Bitten der spanischen Regierung werden die EU-Grenzschützer nun weiter an den afrikanischen Küsten patrouillieren und dafür sorgen, dass möglichst wenig illegale Immigranten von dort aus in See stechen.




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