Über 15.000 Nerze befreit


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Unbekannte öffneten die Käfige in drei galicischen Zuchtanstalten

Tausende von Nerzen irren seit dem 15. Oktober durch die galicische Provinz A Coruña, nachdem Unbekannte sie aus drei Zuchtanstalten befreiten.

Santiago de Compostela – Nach bisherigem Ermittlungsstand müssen die Käfige in den drei weit voneinander entfernten Anstalten in Oza dos Ríos, A Baña und Muros fast zur gleichen Zeit geöffnet worden sein. Die Befreier hatten vor den Käfigen und den Zuchtanstalten Trockenfutter verstreut, um die Tiere möglichst schnell heraus zu locken, und ihnen den Weg mit provisorischen Rampen erleichtert. Insgesamt konnten so etwa 15.000 Tiere flüchten. Aufgrund einer eiligst einberufenen Sondereinheit zur „Rettung“ der Tiere, aber auch zum Schutz der Anwohner, der Viehherden und der geschützten Gebiete und Fauna in Galicien gelang es, einen Großteil relativ schnell wieder einzufangen.

Die Guardia Civil geht davon aus, dass es sich bei den Nerz-Befreiern um organisierte Tierschützer handelt, die mit ihrer Aktion gegen die Aufzucht von Nerzen zu kommerziellen Zwecken, sprich für die Kleider- oder Kosmetikindustrie, protestieren wollen. Allerdings könnte der Schuss nach hinten losgehen, denn Fachkräfte der galicischen Umweltbehörde sind der Meinung, dass nur wenige der entkommenen Tiere überleben werden. Tatsächlich wurden bereits nach wenigen Tagen über 3.000 tote Nerze gefunden.




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