Transparenz im Königshaus


Keine Geschenke, keine Gratisflüge

Ab 1. Januar kommenden Jahres können die Mitglieder der königlichen Familie kommerzielle Flüge nicht mehr kostenlos benutzen. Auch persönliche Geschenke sowie Dienstleistungen und Vorzüge zu besonders günstigen Bedingungen, die gewährt werden, weil die Empfänger Mitglieder des Königshauses sind, dürfen nicht mehr akzeptiert werden.

Madrid – Das wurde vor einigen Tagen vom Königshaus mitgeteilt.

Wie es König Felipe bei seiner Proklamation angekündigt hatte, wurde für das Königshaus eine „interne Normative“ ausgearbeitet, durch die auch die Frage der Geschenke geregelt wird, welche die Mitglieder der Familie akzeptieren dürfen. Das bezieht sich ab Januar nur noch auf König Felipe, Königin Letizia, ihre Töchter – die Prinzessin von Asturien und die Infantin Sofía –, König Juan Carlos und Königin Sofía.

Auch wurden Verhaltensregeln für alle Personen festgelegt, die für das Königshaus arbeiten. „Sie sind verpflichtet, sich exemplarisch zu verhalten und dazu beizutragen, dass die Bürger Respekt und Vertrauen in die Institution haben“, erklärte ein Sprecher des Königshauses den Medien im Rahmen einer Pressekonferenz.

Das Königspaar hatte in der ersten Dezemberwoche einen offiziellen Besuch in Deutschland abgestattet. König Felipe besuchte auch eine spanische Firma in Bielefeld, die Autoteile herstellt und ließ sich die Fabrikhallen zeigen. Bei seiner Rede unterstrich der König, dass Spanien sich auf dem Weg der wirtschaftlichen Erholung befindet und der Export der Schlüssel dazu ist. „Spanien liegt auf Platz zwei in Europa, was die Produktion von Kraftfahrzeugen betrifft, und das konnte nur erreicht werden, weil sich wichtige Unternehmen der Branche in Spanien niedergelassen haben. Auch ist es uns gelungen, Zuliefer-Unternehmen zu entwickeln, die unabdingbar für die große Autoindustrie sind“.

Der Monarch erinnerte auch daran, dass Konkurrenzfähigkeit und der soziale Dialog dazu beigetragen haben,  in der Autoindustrie nicht nur außergewöhnliche Resultate zu erzielen sondern auch Arbeitsplätze zu schaffen, obwohl die Bedingungen sehr schwierig waren.




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