Tausende Kinder leiden Hunger


Spanischer Staat wurde bei der UN angezeigt

Der Dachverband spanischer Elternvertretungen und die Beobachtungsstelle für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte haben Olivier de Schutter, UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung, angeschrieben und die „alarmierende und drängende Notlage“ von „Tausenden Kindern“ angezeigt, die in Spanien Hunger leiden würden.

Madrid – Die Organisationen beschuldigen den spanischen Staat, das Menschenrecht auf Nahrung nicht zu garantieren, wie es eigentlich seine Pflicht sei. Die Regierung ergreife Maßnahmen, welche zur systematischen Verletzung dieses grundlegenden Rechtes führten, während nichts unternommen würde, um die Not und den Hunger zu schmälern, heißt es in dem Brief an de Schutter.

Die Verfasser beklagen, der Staat habe sich als „äußerst effizient“ erwiesen bei der Aufgabe, das Finanzsystem zu retten, doch sei „unfähig“, die nötigen Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu decken.

Um ihre Vorwürfe zu untermauern führten die Verfasser konkrete Beispiele auf, wie die Kürzung der Beiträge zur Schulspeisung um 30 bis 50%, die Streichung der finanziellen Hilfen bei Geburt oder Adoption, die Senkung des Pflegekindergeldes von 500 auf 291 Euro im Monat oder die Beschneidung sonstiger finanzieller Unterstützungen von Kindern und Familien in fast allen Regionen.




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