Taufe einer zukünftigen Königin


© Casa de Su Majestad el Rey/Borja

Leonor de Todos los Santos heißt die kleine Infantin

Die erste Tochter des spanischen Thronfolgerpaars Don Felipe und Doña Letizia wurde in einer feierlichen Zeremonie am 14. Januar im Zarzuela-Palast in Madrid auf den Namen Leonor de Todos los Santos getauft. Wie es sich für das Kind eines zukünftigen Königs gebührt, empfing die kleine Infantin das eigens aus dem Jordan geschöpfte Taufwasser aus einem Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert, das den direkten Nachfolgern des spanischen Königshauses vorbehalten ist.

Madrid – Bekleidet war sie, ebenfalls der Tradition folgend, mit einem Taufkleid, das auch schon ihr Vater und der Großvater König Juan Carlos getragen haben.

Die zehn Wochen alte Infantin verbrachte die auf Wunsch der Eltern eher schlicht gehaltene Zeremonie sowie die vorangegangene Fotosession friedlich schlafend im Arm der Mutter. Nur in dem Moment, als ihr Madrids Erzbischof Antonio María Rouco Varela das Taufwasser auf das blonde Köpfchen goss, öffnete sie kurz die Augen, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Ansonsten zeigte sie durch ihr Verhalten deutlich, dass die erste Beschreibung ihrer Großmutter Königin Sofia schon lange nicht mehr zutraf. Diese hatte kurz nach der Geburt den Journalisten nämlich erzählt, Leonor sei ein bisschen „weinerlich“.

Die Bedeutung der Zeremonie wurde durch die Präsenz der wichtigsten spanischen Würdenträger unterstrichen. So waren abgesehen von zahlreichen Mitgliedern der Königsfamilie sowie Angehörigen von Prinzessin Letizia auch Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero und seine Frau Sonsoles Espinosa sowie die Führungskräfte der wichtigsten spanischen Institutionen zugegen. Besonders herzlich begrüßte das Kronprinzenpaar beim nachfolgenden Empfang jedoch das Ärzteteam, das die Prinzessin bei der Geburt ihrer ersten Tochter am 31. Oktober 2005 in der Madrider Rúber Internacional-Klinik unterstützt hatte.




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