Tabakindustrie nicht schuld


Die Tabakindustrie hat keine Schuld an den negativen Effekten, die das Produkt auslöst, das sie herstellt – zumindest nicht in Spanien.

Madrid – Der Rechtsstreit, den die Witwe und die Kinder von Carlos Carramiñana, der 1993 an Lungenkrebs gestorben ist, seit nunmehr schon elf Jahren ausfechten, hat Mitte März ein Ende gefunden. Da nämlich hat der Oberste Gerichtshof Spaniens das von den Klägern angestrengte Revisionsverfahren abgelehnt. Die Klägerseite forderte 90.000 Euro Schmerzensgeld und 60.000 Entschädigung. Der Oberste Gerichtshof begründete seine Entscheidung, wie bereits alle anderen spanischen Gerichte in ähnlichen Fällen argumentiert haben: Es gibt keine bewiesene Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen dem Tabakkonsum des Verstorbenen und dem Lungenkrebs, an dem er litt. Außerdem sei Tabak eine legale Substanz und seit den 1960er Jahren werde davor gewarnt, dass Rauchen für die Gesundheit schädlich sein kann.




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