Subventionen für Business-Class werden gestrichen


Sie kosten den Staat 150 Millionen Euro

Das Entwicklungsministerium, dem auch das Transportwesen untersteht, sucht krampfhaft nach der Möglichkeit, Kosten einzusparen um die Mittel dann für öffentliche Bauprojekte einsetzen zu können, was vor allem dem Arbeitsmarkt zugute kommt.

Madrid – Dabei hat Minister José Blanco ein Auge auf die Subventionen geworfen, die Bürgern gewährt werden, wenn sie aus den Inselregionen sowie aus Ceuta und Melilla auf das Festland reisen.

Sein Ressort, so der Minister, habe im vergangenen Jahr 150 Millionen Euro aufgebracht, um Tickets der Business-Class von Bürgern zu subventionieren, die von den Kanaren, den Balearen oder den beiden Exklaven in das Mutterland reisen mussten. Diese Zuschüsse auf Vorzugstickets will er jetzt abschaffen.

Das Ministerium hat im vergangenen Jahr insgesamt 370 Millionen Euro in die Reisen der Bürger investiert, die von oder zu den Regionen außerhalb des Festlandes per Flugzeug oder Schiff reisten. Von dieser Summe entfielen rund vierzig Prozent auf Tickets für Vorzugsplätze obwohl diese nur 15 Prozent der Gesamtsumme ausmachen. Minister Blanco hat nun entschieden, diesen Luxus abzuschaffen. Vor einigen Tagen hatte er eine Senkung der laufenden Kosten seines Ressorts in Höhe von 200 Millionen angekündigt. Mit der Abschaffung der Subvention für Business-Class-Billets kommen nach seiner Berechnung bereits 75 Prozent dieser Summe zusammen.

Aus dem Ministerium verlautete, dass kein Resident der genannten Regionen auf seinen Preisnachlass in Höhe von fünfzig Prozent verzichten muss, wenn er in der Touristenklasse reise.

Aus den betroffenen Regionen erfolgten inzwischen entsprechende Kommentare: Die Leiterin des Tourismus-Ressorts bei der Regierung der Balearen teilte mit, dass sich ihre Regierung mit dieser Entscheidung nicht sehr wohl fühle, da sie besorgniserregend sei.

Die kanarische Regierung wollte bislang keine Bewertung abgeben, bis der Minister weitere Details bekanntgegeben habe.




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