Stromtarife steigen um etwa 6%


Butangas wird dafür um 2,4% billiger

Miguel Sebastián, seit März dieses Jahres Minister für Industrie, Tourismus und Handel, ist kein Mann der kleinen Dinge. Bereits bei seinem ers­ten Erscheinen vor dem Indus­trieausschuss kündigte er eine ganze Palette von Veränderungen an, die in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise bei den spanischen Verbrauchern nicht unbedingt freudig aufgenommen werden dürfte.

Madrid – Allen voran steht im Juli eine Erhöhung der Stromtarife von zwischen 5 und 6% an.

Dieser Anstieg muss zu der Tariferhöhung von 3,3% gerechnet werden, die im Januar dieses Jahres stattfand. Allerdings betreffe diese erneute Strompreiserhöhung vor allem die Großverbraucher, beschwichtigte der Minister. Die rund 4,5 Millionen spanischen Haushalte hingegen, die wegen Geringverbrauchs nach dem Minimalkonsum (bis zu drei Kilowatt) abrechnen, können mit einer Verringerung ihrer Stromrechnung um bis zu 10% rechnen.

Nach dem Motto „Wer mehr verbraucht, der muss auch mehr bezahlen“ soll der Strom­verschwendung entgegengewirkt und hoher Verbrauch sozusagen mit einer Art Strafgebühr geahndet werden.

Grundsätzlich setze die spanische Regierung auf die stetige Erhöhung der Nutzung alternativer Energien. Ziel sei es, dass Spanien bereits 2020 etwa 40% des Strombedarfs aus erneuerbarer Energie gewinnt.

Eine für alle gute Nachricht hatte Sebastián jedoch noch: Denn ab kommendem Monat soll der Preis für Butangas um immerhin 2,4% gesenkt werden.




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