Strompreise steigen durchschnittlich um 2,8%


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Ein Gesetzentwurf sieht vierteljährliche Tarifanpassungen vor

Die Stromrechnungen der 21,7 Millionen spanischen Haushalte werden im neuen Jahr um 2,8% steigen. Das hat Industrieminister Joan Clos vor dem Parlament mitgeteilt. Die Tarife für Industriestrom, der etwa zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs ausmacht, steigen sogar um durchschnittlich 5,52%.

Madrid – Ein Gesetzentwurf, der vor einigen Tagen der Nationalen Energie-Kommission zugestellt worden ist, sieht einige einschneidende Änderungen für die nahe Zukunft vor.

Sobald die entsprechenden modernen Stromzähler zur Verfügung stehen, können die Stromtarife während der Nacht und in den frühen Morgenstunden wesentlich günstiger gestaltet werden. Ebenso hat der Industrieminister angekündigt, dass die Tarife ab Juni 2007 vierteljährlich angepasst werden könnten.

Mit dieser Bekanntmachung hat der Minister einem monatelangen Rätselraten über die Entwicklung der Strompreise ein Ende bereitet. Diese Erhöhung liegt weit entfernt von dem Prozentsatz, mit dem die Elektrizitätsgesellschaften spekuliert haben und der bei etwa 20 % lag. Auch im Ministerium hatte man noch vor einigen Wochen von „schmerzhaften“ Tariferhöhungen gesprochen. Von einer Anhebung um 10% für Haushalte war die Rede und von einem entsprechend höheren Prozentsatz für Industriebetriebe.

Doch offenbar hat die Regierung ein Machtwort gesprochen. Die Erhöhung der Strompreise sei ein politisch sehr sensibles Thema, hieß es aus dem Moncloa-Palast, daher sollte sie sich im Höchstfall in der Nähe der Inflation bewegen.

Was die Pläne einer regelmäßigen Anpassung der Tarife betrifft, so erklärte der Minister, bedeute das nicht unbedingt eine regelmäßige Verteuerung. Wenn die Preise für das „Grundmaterial“ bedeutend sinken, könnte das auch eine Preissenkung nach sich ziehen.




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