Streit um Rauchpausen


Rauchverbot am Arbeitsplatz erregt die Gemüter

Fünf Millionen Arbeitnehmer dürfen seit Anfang Januar dieses Jahres nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz rauchen. Wenn sie einen verständnisvollen Arbeitgeber haben, können sie zumindest ab und zu während der Arbeitszeit das Gebäude verlassen, um vor der Türe in aller Eile eine Zigarette zu rauchen.

Madrid – Die Rauchausflüge liegen derzeit durchschnittlich bei vier pro Tag. Doch das könnte sich bald ändern. Zumindest wenn es nach dem spanischen Verband der Unternehmerorganisationen, CEOE, geht. Der hat jetzt nämlich in einem Rundschreiben empfohlen, diese Rauchpausen einstellen zu lassen. Als Begründung wird der Umstand genannt, dass das Antitabak-Gesetz nicht zum Ziel hatte, die Rechte der Raucher zu schützen, und durch die Pausen Unstimmigkeiten mit den nichtrauchenden Mitarbeitern entstehen könnten. Ganz abgesehen davon, könne die Produktivität sinken

Experten teilen diese Meinung jedoch keineswegs. Die Produktivität sinke nicht, weil man ein paar Mal am Tag nach draußen geht, um zu rauchen. Denn einerseits seien die Nikotinsüchtigen weniger häufig krank, weil sie ja weniger rauchen. Andererseits zeige aber auch die Erfahrung, dass die Rauchpausen mit der Zeit immer weniger werden.




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