Streit um Anhebung des Mindestlohnes


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Regierung will ausländische Investoren anlocken

Nach der Nullrunde im vergangenen Jahr forderten die beiden größten Gewerkschaften CC.OO. und UGT vor Kurzem eine Anhebung des Mindestlohnes um 4,6%. Dabei ging es den Arbeitnehmervertretern insbesondere um eine Stärkung der inländischen Kaufkraft.

Madrid – Zwar erkannte das Arbeitsministerium die Notwendigkeit einer Aufstockung an, doch schlussendlich unterbreitete man den Gewerkschaften den Vorschlag, den Mindestlohn nur um 0,6% bzw. 3,90 Euro auf 645,30 Euro anzuheben. Arbeitsministerin Fátima Báñez begründete die geringe Aufstockung mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken. Báñez spekuliert darauf, dass ein niedriger Mindestlohn ausländische Investoren und Unternehmen nach Spanien lockt. Ginge die Rechnung der Arbeitsministerin auf, könnten diese zur wirtschaftlichen Erholung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen entscheidend beitragen.

Doch bei den Gewerkschaften stieß das Angebot auf wenig Begeisterung. Deren Vertreter erklärten die nur geringfügige Anhebung für ungerecht und lehnten diese entschieden ab. Ihrer Meinung nach hätten die Arbeitnehmer lange genug verzichtet.




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