Stammzellen von Infantin Leonor in Arizona eingefroren


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Debatte um Aufbewahrung von Nabelschnur-Blut neu entbrannt

Wie das spanische Königshaus jetzt bestätigte, hat das Kronprinzenpaar nach der Geburt seiner ersten Tochter, der Infantin Leonor am 31. Oktober 2005, von einer Praktik Gebrauch gemacht, die sich auch in Spanien immer mehr verbreitet: Die Aufbewahrung der aus dem Nabelschnur-Blut gewonnenen Stammzellen, die bei der Behandlung möglicher Krankheiten des Neugeborenen in der Zukunft zum Einsatz kommen sollen.

Madrid – Da die Aufbewahrung von Stammzellen aus dem Nabelschnur-Blut in Spanien nur dann erlaubt ist, wenn es sich um eine Spende für einen anonymen Empfänger handelt, wurden die Stammzellen der kleinen Infantin per Eilbote zu einem privaten Unternehmen in Tucson (Arizona, USA) geschickt, wo sie bei 196° unter Null für mindestens 15 Jahre aufbewahrt werden.

Bislang wurden alle Anträge von Unternehmen, die in Spanien eine private Stammzellen-Bank eröffnen wollten wegen der derzeitigen Gesetzeslage abgelehnt.

Obwohl es nicht offiziell bestätigt wurde, hat die Tatsache, dass Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia auch auf diese Methode zurückgegriffen haben, allem Anschein nach ein neues Licht auf die Angelegenheit geworfen. Bis April will das Gesundheitsministerium nun gar einen Entwurf zur Regulierung dieses Sektors ausarbeiten.




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