Sprengstoff-Versteck der ETA gefunden


Bei Bauarbeiten in Außenbezirk von Madrid

Schon seit Jahren hatten die Sicherheitskräfte vermutet, dass die Terrororganisation ETA in der Nähe der Hauptstadt ein Waffen- und Sprengstofflager unterhält.

Madrid – Das hat sich jetzt tat­sächlich bestätigt. Bei Bauarbeiten in der Zone von Cercedilla stieß der Bagger ganz zufällig auf ein Erdloch. Zutage gefördert wurden zwei Plas­tiksäcke. Darin befanden sich zwei Metallbehälter, in die das ETA-Emblem, die Axt mit der Schlange, eingraviert war. Der Inhalt: Pistolen mit Schall­dämpfern, Chemikalien für die Herstellung von Sprengstoff, Zeitschaltuhren, Zünder etc. sowie „Herstellungsanweisungen“ in baskischer Sprache. Die Arbeiten fanden an einem Feldweg entlang einer Steinmauer statt, die nach El Escorial führt. In der Umgebung befinden sich Weiden für Schafe, jedoch weit und breit keine menschlichen Ansiedlungen. Den Bauarbeitern wurde schnell klar, was ihr Fund zu bedeuten hatte, und sie alarmierten die Polizei. Das Versteck ist zwischen zwei und fünf Jahre alt, stellten Experten fest. Sie sind sicher, dass der letzte Sprengstoffanschlag in Madrid vom 9. Februar mit „Material“ aus diesem Versteck verübt worden ist. Außerdem wird angenommen, dass es zumindest noch einen weiteren „Zulo“ in der Nähe der Hauptstadt geben muss.




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