Spanisches Know-how bei der amerikanischen Eisenbahn heiß begehrt


© Ministerio de Fomento

Das US-Verkehrsministerium interessiert sich für die Technik des spanischen Hochgeschwindigkeitszuges AVE

Ray LaHood, Staatsekretär im amerikanischen Transportministerium traf kürzlich in Madrid mit dem spanischen Entwicklungsminister José Blanco und einer Gruppe von Unternehmern des Eisenbahnsektors zusammen. Die Regierung der USA, so LaHood, habe den Wunsch, bei der Konstruktion eines Netzes für Hochgeschwindigkeitszüge mit spanischen Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Madrid – Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz des Vertreters der Regierung Obama und Entwicklungsminister Blanco, beschrieb der amerikanische Staatssekretär seine außerordentlichen Eindrücke, als er in einem AVE die Strecke von Saragossa nach Madrid mit 300 km/h zurücklegte.

Moderne Technik aus Spanien für Milliardenprojekte

LaHood, der auch mit rund vierzig Repräsentanten der spanischen Eisenbahnindus­trie zusammentraf, kündigte an, dass ein Treffen mit Mitgliedern der amerikanischen Regierung in Washington anstehe, bei dem auch das Thema Hochgeschwindigkeitszüge für das amerikanische Eisenbahnnetz diskutiert werden soll. Man möchte auch hier moderne Technik einführen.

Es sei eine der Prioritäten des neuen Präsidenten, das Land mit einem Transportwesen auszustatten, das möglichst wenig kontaminiert und da liegt der Zug an erster Stelle. „Davon hat unser Land schon lange geträumt, doch es war zu kompliziert und wir hatten nicht die Mittel, um die notwendigen Infrastrukturarbeiten durchzuführen.“

Erst kürzlich hatte die Regierung Obama mitgeteilt, dass 48 Milliarden Dollar für das Verkehrswesen bereitgestellt werden. Acht Milliarden gehen direkt in das Projekt der Hochgeschwindigkeitszüge und fünf Milliarden in die Entwicklung derartiger Züge für elf verschiedene Strecken.

Blanco hat den Besuch LaHoods als sehr vorteilhaft für beide Länder bezeichnet. Sowohl das gemeinsame Gespräch und die Fahrt im AVE als auch das Treffen mit dem Präsidenten Zapatero hätten in sehr freundschaftlichem Klima stattgefunden.

Es fanden auch Gespräche mit dem spanischen Präsidenten und dem Minister für Industrie, Tourismus und Wirtschaft, Miguel Sebastián statt, bei denen auch die Kapazität der spanischen Unternehmen für die entsprechende Technologie zur Sprache kam. „Wir haben über alles Mögliche geredet, sogar über den Sport“, erklärte Staatssekretär La­Hood auf einer Pressekonferenz, „und da konnte ich dem Präsidenten zu den großartigen spanischen Fußballern gratulieren“.




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