Spanienweit wurden 12.832 Anzeigen wegen illegaler Bauten erstattet


© Moisés Pérez

Teneriffa steht an erster Stelle der Regionen mit den meisten Strafanzeigen

Während fast täglich neue Korruptionsskandale im Bereich Bauspekulation in Spanien bekannt werden, in die Spitzenpolitiker, Beamte sowie regionale Führungskräfte verwickelt sind, hat die Guardia Civil Mitte Oktober die Liste der spanischen Regionen bekannt gegeben, in denen auf privater Ebene die meisten Verstöße gegen die Bodenordnung begangen wurden.

Madrid/Kanarische Inseln – Spanienweit erstattete Seprona, die Umwelteinheit der Guardia Civil, zwischen Januar 2005 und Juni 2006 insgesamt 12.832 Anzeigen wegen illegaler Bauten aller Art in ländlichem und Küstengebiet. Die Seprona-Beamten stießen dabei auf schier unvorstellbar gewagte Varianten der illegalen Bauweise.

An erster Stelle der Liste mit den meisten Anzeigen wegen illegaler Bauten steht die kanarische Provinz Santa Cruz de Tenerife mit 1.403 Anzeigen. Mit etwas Abstand folgen  Málaga (1.136), Murcia (927) und Las Palmas de Gran Canaria (818).

Kaum Konsequenzen

In dieser Angelegenheit wurden außerdem im selben Zeitraum spanienweit 239 Menschen verhaftet. Die meisten kamen allerdings schnell wieder auf freien Fuß und mussten schlimmstenfalls eine Geldstrafe bezahlen. Bislang wurden die registrierten illegalen Bauten zum Großteil nicht einmal konsequent abgerissen.




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