„Spaniens Wirtschaft ist stark und gesund“


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Luis de Guindos blickt äußerst positiv in die nahe Zukunft

Auf einem in Madrid abgehaltenen Forum äußerte sich Minister Luis de Guindos äußerst positiv über Spaniens Wirtschaft. De Guindos erklärte nachdrücklich und voller Zuversicht, das Schlimmste sei bereits überstanden, 2013 wäre ein Übergangsjahr und 2014 würde es bergauf gehen.

Madrid – „Wir haben eine sehr schwere Zeit überlebt. Doch unsere Wirtschaft ist viel stärker und gesünder geworden,“ so de Guindos.

„Gute“ Wirtschaftsdaten

Dass im April bei den Arbeitsämtern über 4,989 Millionen Arbeitslose gemeldet waren, bezeichnete der Wirtschaftsminister tatsächlich als „gut“. Die Saisonabhängigkeit einmal außen vor gelassen – im ersten und letzten Quartal würde die Arbeitslosigkeit zunehmen, im zweiten und dritten abnehmen. Solche Daten belegten, dass es in diesem Jahr zu einer wirtschaftlichen Trendwende käme und im kommenden Jahr ein wirtschaftliches Wachstum und weit positivere Daten verzeichnet werden könnten. In seiner Rede verteidigte de Guindos die viel kritisierte Arbeitsmarktreform, die unter anderem Entlassungen erleichtert: „Die spanische Wirtschaft ist jetzt viel wettbewerbsfähiger.“ Zwar sei es der Bevölkerung noch nicht bewusst, doch die Regierung habe tatsächlich „den Grundstein gelegt für die wirtschaftliche Erholung“.

Schwerpunkt Schuldenabbau

Luis de Guindos betonte, jegliche Mehreinnahmen des Staates würden zum Schuldenabbau verwendet. Nach den Worten des Wirtschaftsministers solle vor allem der Privatsektor das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Doch selbst de Guindos musste eingestehen, dass jeglicher Privatinitative derzeit zahlreiche Steine in den Weg gelegt würden. Als größtes Problem führte de Guindos das Finanzwesen und den Kreditmarkt an und monierte, es könne nicht angehen, dass spanische Unternehmen härteren Finanzierungsbedingungen unterlägen als ihre Konkurrenten. Aufgrund dessen wolle man 45 Milliarden Euro zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen auftreiben und bilaterale Abkommen mit anderen Staaten schließen, um ausländische Investitionen zu erleichtern.




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