Spaniens Top-Museum jetzt noch größer


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Die Ausstellungsfläche des Prado wurde verdoppelt

Über zehn Jahre dauerte die Modernisierung und Erweiterung von Madrids kulturellem Glanzstück, dem legendären Prado-Museum. Am 30. Oktober war es dann jedoch endlich soweit: Alles, was in Spanien Rang und Namen hat – allen voran natürlich das spanische Königspaar, Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia sowie Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero und seine Frau Sonsoles Espinosa – versammelten sich in der Vorhalle zu den neuen Räumlichkeiten der Pinakothek, die gleichzeitig als Bindeglied zwischen dem alten und dem neuen Ausstellungsbereich dient.

Madrid – Nach dem obligatorischen Durch­trennen des Bandes besichtigten die geladenen Gäste, unter denen sich auch die Direktoren von einigen der wichtigsten Museen weltweit befanden, die neuen Räume und ihre Kunstwerke.

Der neue Ausstellungsbereich beherbergt in dieser ers­ten Eröffnungsphase zwei Ausstellungen, „Das 19. Jahrhundert im Prado“ und „Der Schmetterlingsstier von Go­ya“, und ist seit dem 31. Oktober auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das neue Prado-Gebäude ist nach einem Entwurf des spanischen Stararchitekten Rafael Moneo gebaut worden und erntete für seine klaren, modernen Linien bereits am ers­ten Tag viel Lob. Es handelt sich bei dieser Erweiterung um die größte der fast 200-jährigen Geschichte des Prado, die zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche hat sich nun nämlich verdoppelt. Kein Wunder, dass die Museumserweiterung als eines der wichtigsten Projekte der spanischen Kulturpolitik der letzten zehn Jahre angesehen wird. Und das hat sich der Staat auch einiges kosten lassen. Die endgültige Bausumme beläuft sich auf 152 Millionen Euro und liegt damit drei Mal so hoch als ursprünglich veranschlagt.

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wies in seiner Eröffnungsrede unter anderem darauf hin, dass die Verwirklichung dieses für Spanien ungemein bedeutenden Projekts sowohl seiner als auch der Vorgängerregierung zu verdanken ist.




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