Spanien setzt verstärkt auf Entsalzungsanlagen


Im trockenen Süden werden drei weitere „Trinkwasser-Fabriken“ gebaut

Die sozialistische Regierung setzt voll auf die Wassergewinnung durch Entsalzungsanlagen, um insbesondere im Süden des Landes ein immer verheerenderes Problem in den Griff zu bekommen: die Trockenheit, die nicht nur für die Landwirtschaft immer schwerwiegendere Folgen hat.

Alicante – In diesem Sinne wurde Anfang August der Bau von weiteren drei Mammut-Entsalzungsanlagen in den Provinzen Alicante, Murcia und Almería vergeben.

Diese wahren „Trinkwasser-Fabriken“, deren genaue Standorte in Torrevieja, Águilas und Bajo Almanzora sein werden, könnten 1,6 Millionen Menschen versorgen. Ein Großteil der insgesamt 150 Kubikhektometer Trinkwasser, die jährlich gewonnen werden sollen, ist jedoch für die Bewässerung der Anbaugebiete von Vega Baja in Alicante, Águilas in Murcia sowie die über 12.000 Hektar bestimmt, die in Almería für die Landwirtschaft genutzt werden. Das übrige Trinkwasser soll für die Versorgung von 600.000 Menschen ausreichen. Der Bau der Anlagen wird Ende dieses Jahres beginnen und soll Ende 2008 abgeschlossen sein.

„Durch diese Anlagen wird ein für alle Mal das Problem der Wasserversorgung gelöst und wir sind nicht länger vom Klima oder der Umleitung von Flusswasser abhängig’“, freute sich die Regierungssubdelegierte von Alicante, Etelvina Andreu.

Insgesamt werden 609 Millionen Euro in den Bau der Entsalzungsanlagen investiert.




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