Spanien konsolidiert seine Präsenz beim G-20-Gipfel


Südkorea hat Präsident Zapatero nach Seul eingeladen

Die Rolle Spaniens als de facto-Mitglied beim Gipfeltreffen der Chefs der G-20-Länder hat sich weiter konsolidiert, nachdem Präsident Zapatero zum nächsten Treffen am11. und 12. November in Seul eingeladen wurde.

Madrid – Die Regierung Südkoreas hat mitgeteilt, dass die spanische Regierung ebenfalls eingeladen wurde. Immerhin sei das Land bei den vergangenen vier Treffen der G-20 mit dabei gewesen.

Die Einladung wurde vor kurzem in Form eines Kommuniqués bekannt gemacht. G-20 ist kein Organismus mit festen Statuten, wo Zugänge und Abgänge erfolgen. So war beispielsweise Holland mehrmals zu Gipfeltreffen eingeladen, wird aber am 11. November in Seul nicht dabei sein.

José Luis Rodríguez Zapatero war im Dezember 2008 zum ersten Mal in Washington mit dabei als Teilnehmer der europäischen Repräsentation. Der französische Präsident Nicolás Sakorzy, der seinerzeit den EU-Vorsitz führte, hatte dafür gesorgt, dass der spanische Präsident eingeladen wurde. Die achte Wirtschaftskraft dürfe beim Treffen der zwanzig führenden Wirtschaftsmächte der Welt nicht fehlen, hatte der damals argumentiert.

Neben Spanien hat die Regierung von Südkorea auch Äthiopien, die Präsidenten der Afrikanischen Union UA und des neuen Verbandes für die Entwicklung Afrikas NEPAP eingeladen, um die Repräsentation der Afrikanischen Region zu stärken.

Auch Vietnam wird vertreten sein. Das Land präsidiert den Verband der Nationen Südost-Asiens ASEAN. Übrigens ist das Treffen in Seul der erste G-20-Gipfel der in Asien stattfindet. Südkorea hat im Januar die Präsidentschaft übernommen und ist das erste Entwicklungsland, das ein Gipfeltreffen beherbergt. Es möchte die Rolle einer Brücke zwischen den Wirtschaftsmächten und den Staaten übernehmen, die sich in der Entwicklung befinden.




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