Spanien bei PISA-Studie nur knapp bestanden


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Besonders schlecht schnitten die Schüler im Bereich Lesekompetenz ab

Spanien hat bei der PISA-Studie 2006 wieder nur knapp „bestanden“. Vor allem in den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik seien die Leistungen der etwa 15-jährigen Schüler in Spanien „stagniert“ und liegen weiterhin unter dem Durchschnitt der 30 Länder, die zu der OECD gehören, heißt es unter anderem.

Madrid – Ein weiterer Bereich, der den spanischen Schulbehörden jetzt Sorge bereitet, ist das extrem schlechte Ergebnis, das Spanien im Vergleich mit den insgesamt 57 Ländern, die diesmal geprüft wurden, im Bereich Lesekompetenz erreichte. Im Vergleich zu den durchschnittlich 581 Punkten, die spanische Schüler bei früheren PISA-Studien im Bereich Lesekompetenz erhielten, konnten diesmal nur 561 Punkte erreicht werden. Spanien belegt damit bei 57 Ländern den 35. Platz, hinter Luxemburg, Portugal, Italien und Slowenien, die bislang diesbezüglich schlechter als Spanien abschnitten. Der Leistungsabfall von 20 Punkten ist außerdem der größte, der je in einem Land in diesem Zusammenhang registriert wurde.

Andalusien bildete das Schlusslicht

An der diesjährigen PISA-Studie haben zehn spanische autonome Regionen teilgenommen. Neun davon, Aragonien, Asturien, Kantabrien, Castilla-León, Katalonien, Galicien, La Rioja, Navarra und das Baskenland, konnten sich dabei zumindest was die bisherigen spanischen Durchschnitts­ergebnisse betrifft, verbessern. Die zehnte autonome Region, Andalusien, lag jedoch in allen drei Bereichen, die geprüft wurden, unter dem spanischen Durchschnitt.

„Wir haben eindeutig ein Problem im Bereich Lesekompetenz“, gab auch Bildungsministerin Mercedes Cabrera zu, freute sich aber, dass Spanien im Bereich Naturwissenschaft immerhin im Durchschnitt liegt.




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