Späte Reaktion


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Die Stadtverwaltung von Marbella hat beim spanischen Rechnungshof die vorsorgliche Beschlagnahme von sage und schreibe 150 Besitztümern der Erben des berüchtigten und vor Jahren verstorbenen Bürgermeisters Jesús Gil y Gil beantragt.

Marbella – Damit soll ein Teil des veruntreuten Vermögens der Stadt wiedererlangt werden. Der Sprecher der Stadtverwaltung berichtete, dass sich der Antrag auf 43 Geschäftslokale, sechs Wohnungen, fünf Baugrundstücke sowie 96 Garagenplätze in Marbella, Madrid und Torremolinos beziehe. Die Liegenschaften sind auf vier verschiedene Firmen, allesamt Immobilien-Unternehmen, eingetragen, deren Repräsentanten drei Söhne und eine Tochter von Jesús Gil sind. Ihnen wird vorgeworfen, sich durch Buchhaltungs-Tricks die Immobilien angeeignet zu haben. Der Sprecher der Stadt schätzt, dass sich deren Wert auf hundert Millionen Euro beläuft. Ein Flugzeug, ein Hubschrauber sowie 41 Parzellen und Firmenbeteiligungen waren bereits 2011 „festgesetzt“ worden.




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