Sevillas erste U-Bahn-Linie endlich eingeweiht


Nach 40-jähriger Plan- und Bauzeit

Fast 40 Jahre dauerte es, bis am 2. April endlich die erste Linie der Metro Sevilla eingeweiht werden konnte.

Sevilla – Der erste Zug startete seine Jungfernfahrt an der Haltestelle San Bernardo und beförderte so illustre Fahrgäste wie den inzwischen abgelösten andalusischen Minis­terpräsidenten Manuel Chaves, Magdalena Álvarez, die zu dem Zeitpunkt noch spanische Minis­terin für Infrastrukturen war, und Sevillas Bürgermeister Alfredo Sánche Monteseirín.

Die Entstehungsgeschichte der Metro Sevilla ist voller Hürden und Hindernisse und hat zahlreiche Rückschläge erlitten. Kein Wunder, dass Chaves von der U-Bahn sprach, die nie Wirklichkeit zu werden schien. Bereits in den späten 70er Jahren wurden erste Pläne für den Bau eines Metronetzes mit 3 Linien geschmiedet. 1983 wurden die Arbeiten jedoch eingestellt, da Schäden an historischen Bauten zu befürchtet waren. Auch wirtschaftlich gesehen war das Projekt heftiger Kritik ausgesetzt, da Sevilla zu dieser Zeit kein großes Bevölkerungswachstum hatte.

Die erste Linie des Netzes, das in absehbarer Zeit auf insgesamt vier erweitert werden soll, verbindet den Stadtkern mit drei der meistbevölkerten Vororte Dos Hermanas, Mairena del Aljarafe und San Juan de Aznalfarache. Es wird davon ausgegangen, dass die Züge von rund 50.000 Menschen täglich benutzt werden.

Sevilla ist die erste Stadt Andalusiens, die über eine U-Bahn verfügt, in absehbarer Zeit wollen Granada und Málaga jedoch folgen.




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