Senegals Präsident Wade schlägt Kuhhandel vor


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In 72 Stunden wollen Grenzschützer dieses Landes 19 Boote beschlagnahmt und 1.500 Flüchtlinge gestoppt haben

Senegals Präsident Abdoulay Wade hat der spanischen Regierung eine Art Kuhhandel vorgeschlagen. „Sie [die Spanier] sollen sie [die Immigranten] mir zurückbringen, aber sie sollen mir auch Stauseen bauen“, sagte Wade dem französischen Le journal du dimanche.

Paris – Wade steht einem Rückführungsabkommen mit Spanien nicht ablehnend gegenüber, fordert jedoch im Gegenzug Investitionen in Infrastrukturen seines Landes. Wade versicherte, dass die Stausseen nötig sind, um die Trockenheit zu bekämpfen, neue Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu schaffen, was wiederum den Exodus nach Europa bremsen würde.

Senegal kooperiert

und bremst Flüchtlingsstrom

Der Generalstabschef im Senegal, Ousmane Sall, teilte in einer Pressekonferenz mit, dass die ersten Bemühungen, die Emigration zu bremsen, erfolgreich waren. In nur 72 Stunden sind seinen Aussagen zufolge 19 Immigrantenboote – so genannte Cayucos – daran gehindert worden, Kurs auf die Kanaren zu nehmen. Damit haben die senegalesischen Behörden die Flucht von 1.500 Menschen verhindert. „Wir werden weiter gegen diese Plage kämpfen“, versicherte Sall.




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