Selbstmord-Attentäter sollen Anschlag in U-Bahn in Barcelona geplant haben


Der Hinweis eines V-Mannes des französischen Geheimdienstes führte zur Verhaftung der islamischen Extremisten

Haarsträubendes ist inzwischen über die islamischen Extremisten bekannt geworden, die Ende Januar in Barcelona verhaftet wurden. Spanien ist offenbar nur ganz knapp einem erneuten Anschlag aus dem radikal-islamischen Milieu entkommen.

Madrid/Barcelona – Ein V-Mann des französischen Geheimdienstes hatte die entscheidenden Hinweise an seinen Auftraggeber weitergegeben, die schließlich in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar in Barcelona zur übereilten Verhaftung der 14 radikalen Islamisten führte. Nach Aussagen des „eingeschleusten Informanten“ befanden sich unter ihnen auch mindestens sechs Selbstmord-Attentäter, die nicht nur einen Anschlag auf die U-Bahn von Barcelona planten – da dort die „Rettungsmannschaften nicht hinkommen“ -, sondern auch Anschläge in Frankreich, Portugal und Deutschland verüben wollten. Konkrete Anschlagsziele sind hierzu nicht bekannt geworden.

Der französische Geheimdienst hielt diese Informationen für absolut glaubwürdig und informierte die spanischen Kollegen, die umgehend zuschlugen, obwohl die Ermittlungen noch nicht gänzlich abgeschlossen waren. Es galt einen Anschlag zu verhindern, so die Begründung der spanischen Sicherheitskräfte, auch auf die Gefahr hin, mögliche Hintermänner dadurch zu warnen oder sonstige Verzweigungen der Al Qaida nahe stehenden Terrorgruppe aus den Augen zu verlieren. Zehn der Verhafteten, die zum Großteil Pakistaner sind, sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Sie werden sich wegen der Planung von Selbstmord-Attentaten sowie der Gründung und Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung verantworten müssen.

Generalstaatsanwalt Cándido Conde-Pumpido hat inzwischen grundsätzlich dazu aufgefordert, die Wachsamkeit gegenüber möglichen anderen Terrorzellen aus dem radikal-islamischen Milieu zu verstärken.




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