Schulbücher werden digital


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Katalonien ist Vorreiter bei neuen Technologien

Immer mehr Schulen verabschieden sich von den klassischen Schulbüchern aus Papier und ersetzen sie durch digitale Schulbücher, für welche aber jeder Schüler seinen eigenen Computer braucht.

Barcelona – Schon seit einigen Jahren verfolgen die spanischen Schulbehörden das Konzept „Proyecto 1×1“, nach dem für jeden Schüler ein Computer zur Verfügung stehen sollte. Da dies mit enormen Investitionen verbunden ist, kommt das Projekt nur langsam voran. Die Entscheidung für digitale Schulbücher hängt nicht nur von der Verfügbarkeit der nötigen Computer ab, sondern auch von der Schuldirektion, die sich dafür aussprechen muss. Am schnellsten ist hierbei Katalonien, wo sich schon 539 Schulen, 80% von ihnen staatlich und 20% privat, für das neue System entschieden haben.

Auch die Verlage ziehen mit, 39 sind schon mit virtuellen Lernhilfen auf dem Markt. Etwa 30 Euro soll die Komplettausstattung pro Schuljahr kosten. Diese Summe bekommen die Schüler erstattet, wird es teurer, dann müssen sie selbst draufzahlen. Bezahlt wird auf spezielle Konten, und dann erhalten die Schüler einen Freischaltungscode, um sich die Dateien dann im Internet herunterladen zu können. Auch die Lehrer müssen erst einmal lernen, wie man mit der neuen Technik umgeht, und deshalb wurden 14.000 Lehrer auf Sonderkurse geschickt, wo der Einsatz digitaler Bücher gelehrt wird. Die Neuerungen beziehen sich zunächst auf die Sekundarstufe, das ist in Spanien die siebte bis elfte Schulklasse.





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