Schreckliche Bluttat in Barcelona


20-Jähriger tötet seine hochschwangere Lebensgefährtin

Die 22-jährige Nadia, die im neunten Monat schwanger war, starb in den frühen Morgenstunden des 26. August durch einen Kopfschuss, den ihr Lebensgefährte Daniel, 20 Jahre alt, auf sie abgegeben haben soll.

Barcelona – Die Bluttat ereignete sich in einem Wohnblock im Stadtteil Guineueta von Barcelona, wo das junge spanische Pärchen seit einigen Jahren lebte. Aus unbekanntem Motiv – es waren keine Zeugen anwesend – soll der junge Mann eine Pistole gezogen und der Frau in den Kopf geschossen haben. Ihre Leiche wurde später zwischen dem Aufzug und der Wohnungstür gefunden. Keiner der Nachbarn hatte einen Schuss gehört, daher wird es für möglich gehalten, dass der Täter einen Schalldämpfer benutzt hat. Die Polizei geht von der Möglichkeit aus, dass Nadia in der Wohnung angeschossen wurde und sich in den Flur geschleppt hat.

Polizei und Notarzt fanden die Frau besinnungslos und mit schweren Kopfwunden. Reanimierungsversuche blieben erfolglos. Die Verletzte hatte viel Blut verloren und atmete nicht mehr. Der Rettungsdienst beschloss daraufhin, wenigstens das Baby zu retten und führte post mortem eine komplizierte Kaiserschnitt-Entbindung durch. Das Baby, das bei der Geburt zunächst einen Herz- und Atemstillstand erlitt, konnte von dem Spezialistenteam reanimiert werden, und sein kleines Herz begann wieder zu schlagen. Es wurde in einem Rettungswagen in eine Spezialklinik überführt. Sein Zustand war jedoch mehr als hoffnungslos. Weil die Mutter nicht mehr atmete war auch das Baby ohne Sauerstoff geblieben und sein Gehirn war schwer geschädigt worden. Alle Bemühungen der Ärzte blieben dann auch vergeblich, das Kind starb 36 Stunden später im Krankenhaus. Die Polizei untersucht zwar, ob es sich möglicherweise um fahrlässige Tötung handeln und sich der Schuss beim Handgemenge gelöst haben könnte. Doch höchstwahrscheinlich sieht sich der 20-jährige Daniel D.T. einer Anklage wegen Doppelmordes gegenüber sowie wegen illegalen Waffenbesitzes.

Die jungen Leute lebten bereits seit fünf Jahren in der Wohnung zusammen, die der Mutter von Daniel gehört. Außer dem Baby, das sie erwarteten, haben sie bereits ein dreijähriges Mädchen, das bei der Großmutter lebt.

Daniel D.T. der bereits mehrmals mit der Polizei in Konflikt geraten war, versuchte bei der ersten Vernehmung, den Tod von Nadia als Unfall hinzustellen. Seine Version, der Schuss sei losgegangen als er ihr die Waffe abnehmen wollte, fand bei der Untersuchungsrichterin jedoch keinen Glauben.




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