Schleppende Akzeptanz


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Das Handy-Bezahlsystem Bizum hat in zwei Jahren nur zwei Millionen Nutzer gewonnen

Madrid – Im Oktober 2016 haben die spanischen Banken einen revolutionären Schritt unternommen, indem sie ihre Zahlungssysteme so miteinander verbunden haben, dass jedermann jeder anderen Person über das Handy Geld überweisen kann, und dies nur mit der Telefonnummer, ohne die Kontonummer des Empfängers zu kennen.

Vor zwei Jahren wurde der Handy-Bezahldienst Bizum als ein sehr ambitioniertes Projekt vorgestellt, weil es sofortige und dazu noch kostenlose Überweisungen und Zahlungsvorgänge ermöglicht. Damals rechnete man damit, dass über Bizum in den darauffolgenden fünf Jahren eine Milliarde Operationen durchgeführt und 30 Milliarden Euro bewegt werden würden. Die Erwartung war, dass es 80% des Bargeldes bei geringfügigen Zahlungen zwischen Privatpersonen ersetzen würde.

Um das zu erreichen, waren zwei Entwicklungsphasen anvisiert: Erst der Einkauf im Internet, dann der Einkauf in Geschäften. Doch schließlich wurde die Strategie wieder reduziert auf die Bezahlung zwischen Privatpersonen.

Mit nur 10 Millionen Transaktionen ist Bizum bisher hinter den hohen Erwartungen der Initiatoren zurückgeblieben. – Bargeld lacht noch immer.





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