Schlechte Noten für regionale Lebensqualität


In der OECD-Studie „How’s Life in your Region?“ kam keine spanische Region unter die ersten 100

In einem jüngst erschienenen Bericht zur regionalen Lebensqualität der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OE CD) schneidet Spanien nicht besonders gut ab.

Madrid – In der Publikation mit dem Titel „How’s Life in Your Region?“ (Wie ist das Leben in Deiner Region?) wird versucht, ein umfassendes Bild der Lebensbedingungen in den 362 Regionen der 34 OECD-Länder zu erstellen. Anhand international vergleichbarer Daten werden neun Lebensbereiche bewertet und miteinander verknüpft: Einkommen, Beruf, Wohnverhältnisse, Bildung, Gesundheit, Zugang zu Dienstleistungen, Umwelt, Sicherheit und ziviles Engagement.

Eine spanische Region taucht in der Rangliste der OECD erst an 111. Stelle auf. Im Baskenland ist demnach die Balance zwischen den genannten neun Faktoren und damit die Lebensqualität seiner Bewohner nach deren eigener Einschätzung am besten. Auf Platz 148 folgt Navarra. Madrid liegt im nationalen Vergleich an dritter und OECD-weit an 154. Stelle. Als Schlusslichter Spaniens erscheinen Andalusien und die spanischen Exklaven an der marokkanischen Küste, Melilla und Ceuta, an 242. 282. und 303. Stelle.

Am besten schneidet Spanien bei den Faktoren Sicherheit und Gesundheitswesen ab. Mit Ausnahme der oben genannten drei erreichen alle Autonomen Regionen in diesen Bereichen zwischen acht und zehn von zehn möglichen Bewertungspunkten. Am schlechtesten fällt, erwartungsgemäß die Einschätzung bezüglich des Zugangs der Bevölkerung zur Beschäftigung aus, hier wurden im Durchschnitt von allen Regionen nur zwei Bewertungspunkte erreicht.

Beim Vergleich der 34 Länder liegt Australien an der Spitze, gefolgt von Norwegen und Kanada, Spanien liegt an 21. Stelle und die letzten drei Plätze belegen Ungarn, die Türkei und Mexiko.

Der Zweck der Studie ist es jedoch nicht, eine Rangordnung der OECD-Länder und -Regionen aufzustellen, sondern durch die detaillierte, in neun Lebensbereiche aufgeschlüsselte Darstellung den Regierungen Entscheidungshilfen an die Hand zu geben für eine Politik, die die Zufriedenheit der Bevölkerung steigert. Die Wohlstandsindikatoren, die die subjektive Wahrnehmung der Lebensqualität der Einwohner widerspiegeln, sollen den einzelnen Regionen dabei helfen, ihre jeweiligen Stärken und Schwächen bezüglich des Wohlergehens ihrer Bürger zu erkennen und in die Festlegung ihrer politischen Prioritäten miteinzubeziehen.




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