Ryanair wird vornehm


Europas größte Low-Cost-Gesellschaft führt die Business-Class ein

Die Fluggesellschaft mit den günstigsten Tarifen und dem größten Passagieraufkommen in Europa setzt ihre Strategie, den Passagieren einen besseren Service und freundlichere Behandlung zukommen zu lassen, die Firmenchef Michael O’Leary zum Jahresbeginn angekündigt hatte, weiter fort.

Dublin – Vor einigen Tagen wurde eine neue Modalität bei der Gesellschaft vorgestellt – die Business-Class.

Ab 59,99 $, etwa 75 Euro, können die Passagiere jetzt eine Reihe von Vorzügen in Anspruch nehmen. Flexibilität bei der Umbuchung von Flügen, Transport eines Gepäckstücks von 20 Kilo sowie die Wahl eines „Premium-Sitzplatzes“, um nur einige zu nennen. Außerdem können sie auf einigen Großflughäfen wie Barcelona, Brüssel, Mailand, Liverpool, London und Manchester bevorzugt einchecken und die Sicherheitskontrolle passieren.

Auf ihrer Website teilt die Gesellschaft mit, sie werde mit weiteren Reservierungs-Unternehmen zusammenarbeiten, nachdem sie bereits im März ein Abkommen mit „Travelport“ geschlossen hatte, um besonders Geschäftsreisende anzusprechen. „Dadurch werden die Unternehmen Millionen an Reisekosten einsparen können“, heißt es in der Werbung.

Im vergangenen Frühjahr hatte der umstrittene Aufsichtsratsvorsitzende der irischen Airline angekündigt, die seit 25 Jahren praktizierte Geschäftsstrategie von Ryanair, die auf Billigpreisen basierte, müsse geändert werden. „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt“, hatte er wörtlich vor den Medien erklärt und eine Reihe von Änderungen vorgestellt. Den Passagieren wurde ermöglicht, ein zweites Gepäckstück mitzuführen und auch die gefürchteten „Geldstrafen“ für Übergepäck erheblich gesenkt. Diese und andere Verbesserungen sollten das Image aufpolieren und dazu beitragen, die Rekordzahl von 110 Millionen Passagieren in sechs Jahren zu erreichen. Es scheint, dass die Rechnung aufgeht. Im ersten Quartal dieses Jahres stiegt der Umsatz um 152 Prozent auf 197 Millionen Euro.




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