Rückkehr zu den Wurzeln


© EFE

Pedro Almodóvars neuer Film „Volver“ ist am 17. März in Spaniens Kinos angelaufen

Für den spanischen Kultregisseur Pedro Almodóvar bedeutete die Arbeit an seinem jüngsten Film „Volver“ (seit 17. März im Kino) im wahrsten Sinne des Wortes eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.

Madrid – So spielt sich die Handlung nicht nur in seiner Heimat La Mancha ab, sondern er inspirierte sich beim Schreiben des Drehbuchs und bei der Entwicklung der Charakteren seiner Figuren auch bewusst an die Menschen, die ihn in seiner Kindheit umgeben haben. Insbesondere trifft das auf seine Mutter und seine Schwestern zu, aber auch auf die zahlreichen Nachbarinnen, die damals wie heute in dieser Gegend Spaniens untereinander noch fast familiäre Verhältnisse pflegen.

Kein Wunder also, dass „Volver“ nach dem für Almodóvar-Maßstäbe weniger erfolgreichen Männer-Film „Mala educación“ (Schlechte Erziehung) jetzt wieder Frauen als zentrales Thema hat. Als Hauptdarstellerinnen hat sich der zweimalige Oscarpreisträger auch einige der besten Schauspielerinnen Spaniens an seine Seite geholt. Allen voran die weltweit erfolgreiche und bekennende Almodóvar-Verehrerin Penélope Cruz, die für „Volver“ erstmalig in die Rolle einer Mutter geschlüpft ist.

Nicht minder aufsehenerregend ist jedoch für die spanische Filmszene auch die Tatsache, dass der Regisseur nach Jahrzehnten der Funkstille wieder die unvergleichliche Interpretin Carmen Maura für sich gewinnen konnte. Mit seiner ehemaligen Muse schaffte Almodóvar in den 80er Jahren den Durchbruch. Aus nie geklärten Gründen trennten sich die Wege des „Dream-Teams“ jedoch urplötzlich.

Sein inzwischen 16. Film sei ein sehr persönliches Werk, erklärte Almodóvar und gab zu, dass es ihm oft und zur eigenen Überraschung sehr nahe gegangen sei, so tief in seine Kindheit zurückzukehren.

Die Einwohner seines Geburtsortes La Mancha sind jedenfalls sehr stolz auf ihren berühmten „Sprössling“, der sie nicht nur hautnah in die Dreharbeiten eingebunden hat, sondern die Welturaufführung extra für sie dort stattfinden ließ.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.