RÜCKBLICK


Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

In unserer Ausgabe vom 22. März 1985 berichteten wir über die schwierigen Verhandlungen, die in dieser Zeit in Brüssel stattfanden, um den Kanarischen Inseln ihren Sonderstatus zu garantieren. Manuel Marín, Staatssekretär im Außenministerium und zuständiger Mann in Brüssel, hatte der kanarischen Verwaltung versichert, er habe das Thema Kanarische Inseln als „von vorrangigem Interesse erklärt“. Das heiße im Klartext, Spanien sei nicht gewillt, hier Abstriche zu machen.

Der Schritt  Spaniens nach Europa begann mit der Demokratisierung des Landes. Bereits 1977 wurde der Beitrittsantrag zur Europäischen Gemeinschaft – damals EG – gestellt und am 1. Januar 1986 vollzog sich dann der Beitritt. Von da an hat sich ein enormer Wandel auf wirtschaftlicher, sozialer und politischer Ebene vollzogen. Unter anderem durch die Nutzung der unterschiedlichen Fonds, welche die EG und heutige EU zur Verfügung gestellt hat und die die Entwicklung insbesondere hier auf den Inseln enorm beschleunigt haben.

Die spanische Regierung will alle Forderungen durchsetzen

Heiße Verhandlungen in Brüssel über EG-Beitritt

In diesen Tagen wird in Brüssel unter Hochdruck verhandelt, die schon so oft zitierte „Endgerade“ in den Verhandlungen um Spaniens Beitritt zum Gemeinsamen Markt ist erreicht. In wahren Marathonsitzungen versuchen die EG-Minister eine Einigung über die ausstehenden Kapitel zu erreichen, denn der Beitrittstermin 1. Januar 1986 soll möglichst eingehalten werden. Auf den Kanarischen Inseln beobachtet man diese Verhandlungen mit gemischten Gefühlen.  Einerseits sind da die Äußerungen des Staatssekretärs für EG-Beziehungen, Manuel Marín, der in der vergangenen Woche bekannt gegeben hatte, dass die Spanische Regierung dem Thema Kanarische Inseln Priorität eingeräumt hätte bzw. das berühmte „Kanarische Dokument“ voll und  ganz vertreten wird. Darin hatte die hiesige Regierung ihre Bedingungen für den EG-Beitritt angemeldet, die voll und ganz erfüllt werden müssten.




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