Rekordeinnahmen für die Bischofskonferenz


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Die Katholische Kirche in Spanien erhält 268 Mio. Euro aus der Einkommensteuer IRPF

Madrid – Das Finanzamt überweist der Spanischen Bischofskonferenz für das Steuerjahr 2017 insgesamt 267,83 Millionen Euro. Es handelt sich um die Beträge, welche die katholischen Steuerzahler in ihrer Einkommensteuererklärung durch Ankreuzen des entsprechenden Kästchens der Kirche zugewiesen haben.

Die Bischofskonferenz verteilt das Geld an die Diözesen, welche damit unter anderem die Gehälter der Bischöfe und Priester bezahlen.

Die Einnahmen der Kirche aus der Einkommensteuer (IRPF) 2017 sind um 11,6 Millionen Euro höher als im Vorjahr und auf dem höchsten Stand, seitdem die sozialistische Regierung unter José Luis Zapatero den Steuersatz im Jahr 2007 um 37% auf 0,7% angehoben hat.

Den höchsten Anteil an Steuerzahlern, die ihr Kreuzchen bei der Katholischen Kirche machen, hat die autonome Region Castilla la Mancha mit 46%. Aber auch Madrid, Andalusien, Comunidad Valenciana, La Rioja, Extremadura und Murcia liegen über 40%. Am untersten Rand liegt demgegenüber Katalonien mit 18%. Der Mittelwert für ganz Spanien liegt bei 33%.

Wenn die Katholiken in ihrer Steuererklärung ein Kreuz bei der Kirche machen, kostet sie dies keinen Cent mehr als sie sowieso zahlen müssen. Die Bürger haben in dieser Rubrik einfach nur die Möglichkeit, zu bestimmen, wohin ein geringfügiger Teil ihrer Steuerzahlung gehen soll. Neben der Katholischen Kirche, die als einzige Glaubensgemeinschaft dieses Privileg besitzt, stehen noch „Andere soziale Zwecke“ zur Wahl. Wird keine der beiden Möglichkeiten angekreuzt, gehen die 0,7% in den allgemeinen Staatshaushalt.




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