Regierungsplan – Drogenrazzia vor Schulen


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Über 3.000 Polizisten sind seit dem 10. Januar im Sondereinsatz

Über 3.000 Polizisten sind seit dem 10. Januar in einer besonderen Mission im Einsatz: Sie kontrollieren durchgehend die Umgebung von Schulen, um zu verhindern, dass Minderjährige von Dealern angesprochen werden und Gefahr laufen, in den Teufelskreis der Drogen zu geraten.

Madrid – Die Maßnahme ist Teil eines strategischen Regierungsplans, der einerseits eine vorbeugende Funktion verfolgt, dass Minderjährige davor geschützt werden sollen, Drogen zu nehmen. Nicht minder wichtig ist jedoch auch die aktive Bekämpfung des so genannten Klein-Drogenhandels, der sich mit Vorliebe im Umkreis von Bildungszentren niederlässt.

Drogenkonsum steht in Spanien zwar nicht unter Strafe, Verbreitung und Verkauf von Rauschgift hingegen sehr wohl, so dass die Polizeibeamten, die zum Teil in Zivil im Einsatz sind, die Kleindealer strafrechtlich verfolgen können. Wie Innenminister José Antonio Alonso bei der Präsentation des Plans erklärte, beschränkt sich die Aktivität der Polizisten auf den Bereich vor den Zentren, in keinem Fall aber innerhalb der Schulgelände.

Immer mehr und immer früher

Seinen Fakten zufolge ist dieser Plan mehr als gerechtfertigt. Nach jüngsten Studien konsumieren Spaniens Jugendliche immer mehr, vor allem aber immer früher Drogen. Das durchschnittliche Einstiegsalter selbst für so genannte härtere Drogen wie Kokain und Heroin liegt inzwischen bei 15 Jahren. Mit dem Rauchen von Tabak beginnen Minderjährige inzwischen bereits vor Vollendung des 13. Lebensjahres und mit dem Trinken von Alkohol vor dem 14. Geburtstag. Der Konsum von Haschisch hat sich bei den Schülern zwischen 14 und 18 Jahren seit 1994 verdoppelt.




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