Regierung will Sterbehilfe regeln


Umfangreiche Reform des Gesetzes für einen würdigen Tod vorgesehen

Die vorgesehene Reform der Normative für einen würdigen Tod könnte umfangreicher werden, als ursprünglich angekündigt. Derzeit befasst sich das Gesundheitsministerium zwar noch hauptsächlich mit einer gesetzlichen Regelung, die Todkranken unnötige Schmerzen und Maßnahmen zur Lebensverlängerung ersparen soll.

Madrid – Doch von hier bis zur Regelung der Sterbehilfe ist es nicht mehr allzu weit. Und allen Anzeichen nach scheint die sozialdemokratische Regierung inzwischen gewillt, das delikate Thema noch in dieser Legislaturperiode anzupacken.

Eine derartige Reform, die Änderungen im Strafgesetzbuch erfordern wird, soll sich nach dem Beispiel von Ländern wie der Schweiz, Belgien und Holland richten. Wie Gesundheitsminister Bernat Soria der Tageszeitung El País gegenüber erklärte, arbeite sein Ressort unterstützt vom Justizministerium bereits an allen das Thema betreffenden Bereichen, die keine Gesetzesänderung im eigentlichen Sinne erfordern. Parallel dazu soll jedoch in Kürze auch ein Expertenausschuss gebildet werden, der die Regulierung der Sterbehilfe in Spanien genau überprüfen soll.

Obwohl sich das Thema bislang noch auf der Gesprächs-ebene befindet, hat die konservative Opposition bereits ihren deutlichen Widerstand kundgetan. Sterbehilfe bedeute „Menschen mit öffentlichen Mitteln zu liquidieren“, wurde unter anderem kritisiert.




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