Regierung kündigte vorgezogene Wahlen an


Bereits am 20. November werden in Spanien Parlamentswahlen stattfinden

Die Spatzen pfiffen es angesichts der angespannten wirtschaftlichen und politischen Lage Spaniens ja fast schon von den Dächern, die offizielle Ankündigung kam dann aber doch für viele überraschend.

Madrid – Ende Juli trat Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero vor die Medien und verkündete seine Entscheidung, vorgezogene Wahlen auszurufen.

Die regulär für Mitte März 2012 vorgesehenen Parlamentswahlen werden demnach bereits am 20. November stattfinden, zufälligerweise dem Todestag von Diktator Francisco Franco.

„Es ist angebracht, dass die neue Regierung vom 1. Januar nächsten Jahres an die Verantwortung voll übernehmen kann. Gewissheit bedeutet Stabilität, das war einer meiner Beweggründe“, erklärte der Ministerpräsident unter anderem.

Ein Großteil der politischen Vorhaben der Regierung Zapatero der letzten drei Jahre ist der schweren Wirtschaftskrise zum Opfer gefallen, die Spanien im Europa-Vergleich mit besonderer Wucht getroffen hat. Der Regierungschef sah sich gezwungen, einem wesentlichen Teil seiner Prinzipien den Rücken zu kehren, um den Forderungen der internationalen Märkte und der Europäischen Union gerecht zu werden.

Offiziell werden die Parlamentswahlen am 26. September ausgerufen.




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