Rausgeflogen


Nach seiner Aussage vor Gericht hat die PP ihren Informatiker entlassen

Die Partido Popular hat Javier Barrero entlassen. Er war der Chef-Informatiker in der Zentrale der Partei, in der Calle Génova in Madrid, als die Festplatten in den Rechnern des Ex-Schatzmeisters der Partei, Luis Bárcenas, unbrauchbar gemacht und zerstört wurden.

Vor dem Richter, der wegen illegaler Finanzierung gegen die Partei ermittelt, hat Barrero ausgesagt, dass die Geräte Eigentum Bárcenas’ waren und nicht der Partei gehörten, wie diese behauptet hatte. Ein weiterer Mitarbeiter hatte bereits im Februar ausgesagt, auf Anweisung des juristischen Beraters der Partei habe er die besagten Festplatten 35-mal gelöscht, danach zerkratzt, zerbrochen und in den Abfall geworfen. Von den Verantwortlichen der Partei war behauptet worden, auf den Rechnern hätten sich keinerlei Informationen befunden. Bárcenas dagegen beharrt auf seiner Aussage, er habe dort Korrespondenz mit den Parteiführern aufgehoben sowie eingescannte Quittungen von legalen und illegalen Zahlungen an Führungs-

personen. Vonseiten der Partei wurde mitgeteilt, Javier Barrero habe sich „sensible Daten“ angeeignet, wozu er nicht autorisiert war.




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