Rajoy offiziell zum PP-Spitzenkandidaten ernannt


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Der Oppositionschef will damit die „künstliche“ Debatte um seine Nachfolge beenden

Bislang hatte PP-Chef Mariano Rajoy sämtliche Fragen nach den Parteigenossen, die ihn bei seinem zweiten Versuch, das Zepter in Spanien für die Konservativen zu gewinnen, begleiten sollen, mit den Worten abgewehrt: „Alles zu seiner Zeit“. Noch sei der Zeitpunkt über Kandidatenlisten oder gar mögliche Nachfolger, sollte er die Parlamentswahlen im Frühjahr kommenden Jahres erneut verlieren, zu sprechen, noch lange nicht gekommen.

Madrid – Nach der in den letzten Wochen entstandenen Polemik um das erneute „eindringliche Angebot“ von Madrids Bürgermeister Alberto Ruiz-Gallardón, ihn bei seinem Bemühen als „zweiter oder dritter Mann“ auf der Liste unterstützen zu wollen, blieb ihm nun jedoch offenbar keine andere Wahl. Im Rahmen eines Treffens des Parteivorstands auf Gesamtebene am 10. September in Madrid ließ sich Rajoy nämlich offiziell zum Spitzenkandidaten der Konservativen für die nächsten Parlamentswahlen ernennen, die voraussichtlich im März kommenden Jahres stattfinden werden.

„Ich arbeite einzig und allein dafür, die Wahlen zu gewinnen“, erklärte er nach gewonnener Nominierung vor den über 400 Parteigenossen, die sich zu dem Ereignis eingefunden hatten. Alles Sonstige interessiere ihn momentan überhaupt nicht. „Ich verlange von der PP, dass sie sich ebenfalls exklusiv diesem einzigen Ziel widmet. Alles andere ist uns egal. Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand. Wir verfügen alle über genügend Erfahrung, um zu wissen, was jetzt günstig bzw. ungünstig ist“, so die unmissverständliche Aufforderung des Parteichefs, sämtliche Fragen um seinen möglichen Nachfolger bereits im Keim zu ersticken.

Seiner Meinung nach ist der Wahlsieg der Konservativen so gut wie sicher. Umfragen belegen jedoch weiterhin, dass die Sozialisten mit bis zu vier Prozentpunkten vor der Opposition liegen.




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